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Krypro-Kisten: Bitcoins am Automaten

Foto:  Wagner Tamanaha, (CC BY-SA 2.0)


Der Großindustrielle und Autobauer Henry Ford sagte seinerzeit: “Würden die Menschen das Finanzsystem verstehen, hätten wir noch morgen früh eine Revolution.” Inzwischen hat diese Revolution begonnen - allerdings (noch) kaum spürbar. Doch sie schreitet voran. Kryprowährungen - allem voran das Mutterschiff Bitcoin - haben es nach dem 2017er Boom zumindest ins Bewusstsein der Medien und der Köpfe geschafft. Während die einen noch darüber lächeln, entwickelt sich die Szene selbst weiter. Die aktuelle neue Errungenschaft sind Bitcoin-Automaten. Das Prinzip ist einfach. Man zahlt Bargeld ein und bekommt nach Abzug einer Gebühr entsprechend Bitcoins auf seine Wallet gutgeschrieben. In vielen Fällen geht auch der umgekehrte Weg.

Ein einziger in Deutschland - aber nur für Mitglieder




Aktuell stehen - laut coinatmradar.com - weltweit 3522 dieser Geräte in 73 Ländern bereit, Euros und Dollars - also Fiatgeld - in digitale Währung umzutauschen. Täglich kommen etwa 15 hinzu. Auch in ganz Europa scheinen diese meist oftmals Kästen förmlich aus dem Boden zu schießen. Derzeit dürfen sich die Tschechen über 59 Krypto-Geld-Wechsler freuen, in Italien stehen 31 Stück, in Finnland 19, in Spanien 62, die Österreicher haben 153 und Großbritannien ist derzeit mit 172 Geräten Spitzenreiter auf diesem Kontinent. Und wie sieht es Deutschland aus? Dem Land, das sich laut Koalitionsvertrag auf die Fahnen geschrieben hat, “an die Weltspitze im Bereich der digitalen Infrastruktur” (Zeile 1625) zu gelangen?

Im #neuland befinden sich aktuell 0 Automaten. In Worten: Null. Beziehungsweise, einen einzigen aktiven gibt es beim Bitcoin Club Bonn e.V. - allerdings nur für die Mitglieder. Und das muss einem der Monatsbeitrag von knapp 20,- Euro für die günstigste Mitgliedschaft dann auch Wert sein. Öffentlich zugänglich sind keine. Nicht, weil kein Interesse von Seiten der ATM-Betreiber bestünde, ganz im Gegenteil. Allerdings gibt es da etliche Hürden zu bewältigen. Zuständig für die Kontrolle der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz: BaFin.

Nicht verboten - nur nicht erlaubt


Verboten ist der Handel mit und von Kryptowährungen generell nicht. “Die bloße Nutzung von VC (Virtual Currency) als Ersatz für Bar- oder Buchgeld zur Teilnahme am Wirtschaftskreislauf im Austauschgeschäft ist keine erlaubnispflichtige Tätigkeit. Der Dienstleister oder Lieferant kann seine Leistungen mit VC bezahlen lassen, ohne dass er dadurch Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen erbringt. Gleiches gilt für den Kunden.” (Quelle) Klingt erstmal positiv. Auch, was das Aufstellen der Automaten betrifft, zeigt man sich grundsätzlich neutral, wie Mario Kyriasoglou, Pressesprecher bei der BaFin, auf Nachfrage bestätigt: “Grundsätzlich kann jeder, der die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben erfüllt, einen solchen Automaten betreiben. Dies ist also nicht Kreditinstituten vorbehalten. Wie die BaFin solchen Geräten gegenübersteht, lässt sich leicht beantworten: Die Aufsicht ist technologieneutral, steht Bitcoin-Automaten also weder positiv noch negativ gegenüber.”

Das war seine gute Nachricht. Jetzt wird es etwas komplizierter. Denn, so Kyriasoglou weiter, Bitcoins fallen unter das Kreditwesengesetz (“Devisen oder Rechnungseinheiten”, §1, Abs. 11, Satz 1, Nr. 7 KWG). “Je nachdem, ob der Automatenbetreiber Bitcoins kommissionsweise oder gegen den eigenen Bestand handelt, betreibt er das Finanzkommissionsgeschäft (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG) oder den Eigenhandel (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4c KWG). Schaltet er Dritte zum An-/Verkauf von Bitcoins am Markt ein und leitet diesbezügliche Gelder weiter, betreibt er das Finanztransfergeschäft (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 KWG).”

Zimbabme: 1, Deutschland: 0 



Und für jede dieser Optionen gibt es gesetzliche Regelungen und Auflagen, die eine Umsetzung von ATMs zum einen sehr kompliziert machen - und zum anderen für Kryptowährungen extrem schwer umsetzbar. Denn am Ende muss die BaFin schließlich eine Genehmigung erteilen. Und vorher wird es in Deutschland solche Wechselautomaten eben nicht geben. Inwieweit uns das auf dem Weg an die Weltspitze der digitalen Infrastruktur entgegen kommt, bleibt  fraglich - wenn selbst in Zimbabwe ein Bitcoin-Automat zu finden ist.


Kult-Alien "ALF" kommt mit neuen Folgen zurück



30 Jahre ist es her. Damals, am 5. Januar 1988, landete ALF - oder besser: Gordon Shumway, wie er mit bürgerlichem Namen hieß - auf dem Garagendach der Familie Tanner. 4 Staffeln später war der Hype schon wieder um - vorerst. ALF hat jetzt etwas mit "Magnum P.I.", "Charmed" und "Buffy" gemeinsam. Die Wiedergeburt.

Denn nun gab Warner Bros. bekannt, ALF zurück auf die Bildschirme zu bringen - mit neuen Folgen. Die beiden Original-Autoren der Serie, Tom Patchett und Paul Fusco (Stimme/Bewegungen der ALF-Puppe), zeigten sich sehr angetan, wie die US-Plattform “The Hollywood Reporter” berichtet.

Puppe? Pixel? Man weiß es nicht.

Die Quellen scheinen sich noch uneinig zu sein, ob die Neuauflage ein klassisches Reboot wird oder ob die Serie 30 Jahre nach den letzten Erlebnissen weiter geht. Die letzte Episode der Serie endete damals damit, dass die Außerirdische Lebensform von seinen Freunden Skip und Rhonda abgeholt werden sollte. Während diese sich nähern und sich ALF von den Tanners verabschiedet taucht auch die Raumfahrtbehörde auf.

Mit diesen drei Optionen endet die Serie offen und konnte nach der Absetzung der Show nicht mehr aufgelöst werden. Offen ist außerdem, ob ALF als Puppe oder CGI zu sehen sein wird. Wir dürfen also gespannt sein, wie es weiter geht und vor allem wann. Denn bislang befindet sich das Projekt in einem "frühen Entwicklungsstadium".

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