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Suicide Squad



Machen wir uns mal nix vor: Margot Robbie (Legend of Tarzan, The Big Short, Wolf of Wallstreet) gehört aktuell zu den heißeren Teilchen, die Hollywood zu bieten hat. Dass sie neben Will Smith auch gut funktioniert, hat sie bereits in "Focus" unter Beweis gestellt. Gut so, denn nachdem Kate Mara ihr die Rolle der Sue Storm (The Invisible Woman) in dem Reboot von Fantastic Four weggenommen hat, konnte sie sich nun für eine sehr viel bessere Comic-Rolle qualifizieren. Sie verkörpert Harley Quinn wie es kaum eine andere wohl geschafft hätte. Dazu hat sie wohl auch noch ein paar Stunden am Bauch-Beine-Po drangehängt. 

Sehr spät aber immerhin dann doch habe ich mir diesen netten Streifen angesehen. Und direkt nach dem Kino eine Heimfahr-Folge für meinen Podcast aufgezeichnet. Startet eure Podcatcher oder die iPhone-App und viel Spaß.

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Das Ende des Nachtlebens


(In diesem Text sind wieder mal zahlreiche Tippfehler vorhanden. Viel Spaß beim Suchen.)


Das Ende ist nahe ...


Die stillen Zeugen heimlicher Küsse, Beziehungsdramen, neuentstehender Freund- und Liebschaften, Geburtstagsfeiern, kaum sichtbarer oder übertriebenen Tanzbewegungen - sie sterben aus. Teilweise über Jahrzehnte hinweg trotzten Diskotheken allen Widrigkeiten, allen Krisen, allen Katastrophen. Doch die selbsternannte Generation "Party Hard" schafft es, diesen Legenden den Saft abzudrehen.

Abgesägt sind bereits die Großraumdiscos. Die Gelddruckmaschinen von einst sind heute nicht mehr als eine verfallende Fotokulisse mit ein paar tausend Quadratmetern. Vor zwei Jahren meldeten mehr als 60 dieser Drucktempel Konkurs an. Im Jahr darauf stieg die Zahl noch einmal um über 50% mehr an. Natürlich gibt es noch vereinzelt diese Megaparks, die es mit verschiedenen Areas schaffen, ein breites Publikum zu gewinnen. Sie sind die kleine Widerstandstruppe in einer Welt aus gemauerten Zombies, die in Untoten-Manier - innerlich leer, äußerlich verrottet - stets daran erinnern: du könntest bald einer von uns sein ...

Geschäftsmänner, Insider, Herzblut-Betreiber, die über Generationen hinweg ihre Stammkunden jedes Wochenende zum Abfeiern locken konnten, stehen vor dem gesellschaftlichen Nichts. Haus und Hof teilweise längst überschrieben, klammern sie sich an den noch so kleinsten Cocktail-Strohhalm. Wie? Und warum? Was ist passiert? Im Kampf, die Attraktivität ihrer Lebensgrundlage oben zu halten, bieten sie den Menschen immer mehr an - und schaufeln dabei immer mehr ihr eigenes Grab. Und was die Gäste selber nicht kapieren: sie schaufeln fleißig mit um am Ende selbst mit reinzufallen. Das Nachtleben arbeitet gerade intensiv am Nachtsterben.

Respektlos durch die Nacht

In den ländlichen Bereichen ist es schon normal. Das alte Gebäude da drüben? Das war mal ne Disse ... Die stets belächelte "Bauerndisco" konnte freitag- und samstagabends auf die Gäste aus dem eigenen und den umliegenden Kaffs bauen. Sonntags Jugenddisco. Passt. Kohle verdient, Rechnungen bezahlt. Irgendwann aber stieg auch die Mobilität der Führerscheinlosen. Irgendein Papa brachte Kind und Kumpels in die nächste Stadt, der große Bruder wurde 18, Sammeltaxis und Discobusse brachten die Dorfkinder weg vom altbekannten in die Lichter der Kleinstadt. Früher gaben sich auch die Clubs noch entspannter an der Tür. "Du bist erst 16? Kein Problem, aber um Mitternacht biste raus, klar?" Man wollte ja wieder kommen, also war man auch um zwölf Uhr wieder weg. Man hatte noch Respekt vor Autoritäten. Nicht Angst. Respekt.

Etwas, was jede 15jährige Hühnerbrust heute von alles und jedem einfordert, ohne selbst in der Lage zu sein, davon etwas zu zeigen. Irgendwann wurde es nun einmal dumme Mode, Kinder für jeden noch so kleinen Furz in den Himmel zu loben. Die Folge: der Nachwuchs fühlt sich inzwischen schon als Übermensch, weil er fehlerfrei seine Schuhe binden konnte und führt sich dann auf wie sein sagenumwobenes Gangster-Image-Idol. Behandelt sie der Türsteher aber dann ihrem Verhalten entsprechend, laufen sie zum Papa, der den Anwalt einschaltet. 

Wie oft haben wir früher Scheiße gebaut? Was haben unsere Eltern gesagt, wenn wir auf die Zwölf bekamen? "Hast es ja wohl dann verdient ..." Stimmt. Liebe Security da draußen. Wenn ihr zu fünft auf einen Betrunkenen einprügelt, weil er - Überraschung - etwas zu viel getrunken hat und seine Grenzen nicht mehr kannte, dann ist das asi. Wenn ihr einem Teen-Proll, der gerade einmal geradeaus pissen kann, eine anständige Ohrfeige verpasst, nachdem er mit Beleidigungen und Gläsern um sich geworfen hat, weil ihm seine mitgebrachte Billig-Wodkaflasche abgenommen wurde: hey, ich hab nix gesehen. Versprochen.

Der Feind hat einen Namen

Wobei sich das Verhalten und damit das Ansehen der Türsteher im Allgemeinen ja auch zum positiven verändert hat. Sie werden nicht mehr als die einsilbrigen Möchtegern-Navy-Seals angesehen sondern als die Leute, die für Sicherheit sorgen und Frauen zum Auto bringen, wenn ihnen unwohl ist. Natürlich gibt es noch die zahnlosen Ersatzschläger der Marke "CheapSecurity24.de", die aber ohnehin bald selbst dafür sorgen, dass ihr Auftraggeber verschwindet. Die Website ist übrigens fiktiv. Also ... hoffe ich zumindest.

Doch nun weiter im Text. Natürlich bringen schleichende Preiserhöhungen bei Strom & Co. die Sorgenfalten auf die Betreiberstirn. Aber der Gast zahlt für sein Bier auch problemlos 3,50 Euro statt 3,- Euro. Zumindest die meisten. Beim Rest ist eh Hopfen und Malz verloren. Doch nun kommen wir zu einem Giganten, der - vermutlich ohne es zu wissen - die geschliffene Klinge federführend an den Hals des pulsierenden Nachtlebens gebracht hat. Ladies and Gentlemen, ich präsentiere ihnen den größten Feind des sozialen Lebens: Facebook.

Klingonisch, ist aber so. Das Böse hat damit einen Namen und niemand hatte es am Schirm. Doch es ist da. Du zweifelst? Nun ... ich hoffe mal, du gehörst zu der Generation, die noch vor 2006 gelernt hat wegzugehen. Erinnere dich mal daran, warum dich damals nichts in den eigenen vier Wänden halten konnte. Du kennst das Gefühl noch: Günni war bis vorgestern in Australien, was er da wohl erlebt hat. Lisa hat sich von ihrem Freund getrennt, jetzt muss ich mich mal ranhalten. Hat sich Tom jetzt dieses Bike gekauft? Ob die Kleine von letzter Woche wieder da ist? Bla bla bla ...

Es gab eine große Motivation: sehen und gesehen werden, sich auf den neuesten Stand bringen, Leute kennen lernen, Freunde treffen - kurz und neudeutsch: socialn. Na? An welche Website erinnert dich das? Facebook - und alles was sie aufkaufen - hat uns diese Motivation genommen. Tolle Erfindung, dieses asoziale Hetzwerk. Genau das haben wir gebraucht. Und das sage ich mit dem wissen, dass du mit 83%iger Wahrscheinlichkeit über den blauen Gedankenkontrolleur auf diese Seite gelangt bist.

Sehen und gesehen werden? Okay ... einloggen.
Auf den neuesten Stand kommen? App öffnen, Posts lesen.
Leute kennen lernen? PN schicken.
Freunde treffen? Kommentieren.

Es wurde uns alles genommen. Wir können alles, was uns damals zum Abfeiern als Grundlage diente, 24/7 vom Bahnhofsscheißhaus aus erledigen. Handy raus, App öffnen, liken, schließen, runter spülen.

Die Generation der Schisser?

Außerdem: vergesst nicht, ihr - liebe Disco-Betreiber - sprecht eine Generation an, die für Musik und Filme nichts mehr bezahlen möchte. Wer alle drei Lieder eine Werbeunterbrechung akzeptiert um kostenlos seine Lieder zu hören und Kinofilme in Vierfach-kopierter-VHS-Qualität okay findet ... hey ... sollen das eure Retter sein? 

Wer an meinen Worten zweifelt, für den habe ich ein ganz simples Gedankenspiel: stell dir einfach vor, von heute auf morgen würden alle wichtigen Webserver unwiderruflich abstürzen. Nur mal so als utopische Phantasie. Was glaubst du, wie es nach zwei Wochen in den Clubs aussehen würde? Wir hätten alle Freudentränen in den Augen. Darauf verwette ich alles. Und flirten wird wieder ein Nervenspiel. Nix da, den Kumpel fragen ob er die Kleine an der Theke auf seiner FL hat um sie dann per PN anzuschreiben und im RL etwas auszumachen (Gott, ich hasse diese Abkürzungen). Nein, dann heißt es mal wirklich wieder Eier zeigen und hingehen, ansprechen, antanzen, einen Drink ausgeben, ins Kino verabreden, Körbe einfangen, Schmetterlinge im Bauch haben. Wer kennt das noch im Zeitalter des Addens? In der pursten Form von einst? Face to face? Diese Tinderficker dürfen sich dann auch noch ungestraft fortpflanzen. Kann ja nur besser werden ...

Aber was machen die Discobetreiber? Kostenloses W-Lan anbieten. Die supergeilen "Partyprofis" halten ihre verpickelte iFresse ja noch nicht intensiv in ihr iHandy. Da kann ja nur Stimmung aufkommen. "Kennste das Bild da auf Instagram? Voll lustig." Ach ja? Wenn ich dein Smartphone zwischen deinen Arschbacken versenke, DAS wäre voll lustig. (Ich glaube, ich schreibe mich etwas in Rage. Sorry.)

Der nächste Hirnfick der Eventsucher sind Smart-DJs. Kennste nicht? Sei froh! Per App wird innerhalb des Clubs von den Besuchern entschieden, welcher Song als nächstes aus den Boxen dröhnen darf. Ein Garant für volle Tanzflächen? Vergiss es. Schließlich muss ja auch der nächste Song geil sein. Und der nächste. Mittendrin und nicht dabei. Abgesehen davon, dass der DJ zur Musikbox wird.

Wer sich so etwas in seinen Tanztempel stellt, der hat damals auch Bubble Tea angeboten. Was ging denn da in euren Gehirnen ab? "Hey, ich hab da ein abscheuliches Getränk, mit dem ich alle Besoffenen zusätzlich mit kleinen Kügelchen und Strohhalmen ausstatte. Das ist ja cool." Irgendwie so muss der Gedankengang gewesen sein ...

Alles darf, nix muss

Ihr habt ja schon einen echt langen Text durchgehalten. Respekt. Nun wollt ihr von mir die ultimative Lösung zur Rettung der nächtlichen Kultur, oder? Tja, wenn das so einfach wäre. Es wäre schon mal ein Anfang, wenn die Gäste eines Clubs mal wieder in ihre Schranken gewiesen werden. Vor allem die, der jüngsten Generation. Ich weiß, ich klinge wie so ein "früher war alles besser"-Spacko, aber früher gab es fast die gleichen Probleme in anderem Gewand. Aktuell sind nur ein-zwei hinzugekommen. #neuland. Aber die Neupartykönige, die sich wie die geilsten fühlen, weil sie ne Flasche Wodka für 15 Euro gekauft haben (Uii!) müssen mal wieder kapieren, dass sie kein RECHT darauf haben, in dem Club zu sein. Sie haben kein Recht darauf, dass der Türsteher den/die Ex rauswirft, sie haben kein Recht darauf als erster bedient zu werden, kein Recht darauf, dass der Chef auch den betrunkenen Kumpel mit rein lässt, kein Recht darauf mit 16 reinzugehen, kein Recht darauf, dass der Barkeeper den Drink stärker macht als sonst, kein Recht darauf, dass der DJ die gleiche scheiß Nummer 20x am Abend spielt. Genau das glauben aber offenbar viele. Und die wissen noch nicht mal, wie viel Glück sie haben, dass Deutschland so ein strenges Waffengesetz hat. 
(War nur Spaß.)
(Nicht.)

Liebe Youngster, folgendes: Ihr habt die unermessliche Gnade der verantwortlichen Person, wenn ihr etwas bekommt, was nicht alle so bekommen. Mehr nicht. Also verhaltet euch entsprechend. Mit dem Fünfer an der Kasse hat keiner den Laden gekauft. Selbes gilt für die Mitarbeiter. Untereinander, gegenüber den Chef-Ansagen, gegenüber dem Gast. Auch wenn er der Neue deiner Ex ist: der Drink wird genauso gemacht, wie bei den anderen. Auch wenn sie dir fremdgegangen ist: sie darf in den Club, wenn es sonst keine Gründe gibt. Ach ja, liebe DJ. Mehr Dezibel machen die Übergänge nicht geiler. Die Leute sollen sich noch unterhalten können. 

You've got the power

Und liebe Nachtschwärmer: die 50 Cent Trinkgeld bringen euch nicht um. Und regt euch nicht über 16jährige auf, wenn ihr selber erst 18 seid. Das ist lächerlich. Gastronomen und Clubbetreiber sitzen stundenlang zusammen um euch etwas zu bieten. Wenn es euch nicht gefällt: okay. Ist ja kein Beinbruch. Wems gefällt, der wird kommen. Aber erspart euch euren geistigen Dünnschiss als Facebook-Kommentar unter den Veranstaltungen. So ein Mist kommt immer nur, wenn man rumheulen will. Loggt euch lieber mal ein um zu supporten. Wenn ihr einen Club nicht mögt, dann ignoriert ihn und macht keine Hetzkampagne. Denn was wäre, wenn das alle machen? Dann steht ihr in einer ausgestorbenen Stadt und müsst aus Mangel an Alternativen das nehmen, was kommt.

Oder glaub ihr echt, ein Stadtrat ist geil darauf, Clubs zu retten? Die deutliche Mehrheit der Wähler sind 40+. Wem wird er da wohl in die Hände spielen?

Und zuletzt noch: liebe Clubbetreiber. Wenn es schon 4 Discos mit dem gleichen Stil in einer Kleinstadt gibt, dann werdet nicht der Fünfte. Das funktioniert 1-2 Jahre und dann "ist es eh überall das gleiche". Und ihr könnt zusehen, wie die Leute in Autos steigen und in anderen Städten das Geld ausgeben.

Ich bin seit über 20 Jahren im Nachtleben tätig. Und ich glaube fest daran, dass jede Generation ihre Abstürze, ihre Partys, ihre Fehltritte, ihre Dummheiten und ihre gemeinsame Zeit braucht. Und an keinem anderen Ort kann das besser ausgelebt werden, als in den Clubs und Discos. 

Seid keine Arschlöcher. Rettet die Nacht. 
Wenn es einer kann - dann ihr.



P.S.: Vorglühen ist für Amateure.


©Pawel Loj

[Edit]

Vielen Dank an inzwischen knapp 1.000.000 Leser dieses Artikels. Ihr habt unglaublich guten Geschmack bewiesen. 

Titelbild: ©Moyan Brenn


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Simpsons sagten NICHTS vorher.



Es geht seit Wochen - ach, was rede ich - seit Monaten rum. Die Vorhersage der Simpsons-Zeichner, dass Donald Trump US-Präsident werden wird. Nun kommt eine schmerzhafte Info an euch: das ist gelogen.


Die Simpsons haben absolut nichts vorhergesagt. Sie haben in einer Folge des Jahres 2000 eine kurze Anspielung auf einen Präsident Trump gemacht, als Lisa als erste weibliche Präsidentin kurz über ihren Vorgänger berichtet, das war es allerdings auch schon.

Sämtliche Simpsons-Clips, die einen Donald Trump als Präsidenten zeigen, wurden drei Wochen nach seiner Bekanntgabe als möglicher Kandidat (am 16. Juni 2016) veröffentlicht. Auf dem Fox-Youtube-Kanal erschien der fast zweiminütige Beitrag am 7. Juli 2015. Da liegt also genug Zeit dazwischen, am PC etwas zu animieren ...




Wer das Ganze als Video mit den entsprechenden Ausschnitten sehen möchte, findet es bei Youtube. Einfach unten auf den Link oder das Bild klicken und ernüchtern lassen ....




 Zum Video








Teenage Mutant Ninja Turtles 2 // Flimmerabend



Filminfo: Action, Comedy, Comic / USA / 112 Minuten / 2016 / FSK 16 // Regie: Dave Green (Earth to Echo) // Besetzung u.a.: Megan Fox (April O'Neil, Jennifer's Body, Transformers) // Will Arnett (Vernon Fenwick, 30 Rock, Flaked, Die Sopranos) // Laura Linney (Chief Vincent, Der Exorzismus der Emily Rose, Mystic River, Truman Show) // Stephen Amell (Casey Jones, Arrow, The Flash, New Girl

Kinostart Deutschland: 11. August 2016



Immer auf der Lauer. 
Aber immer etwas schlauer?



Wenn die CGI - also die am Computer animierten Akteure - besser schauspielern als die Menschen, dann hat entweder ein sadistischer Editor permanent den miesesten Take rausgesucht oder irgendwie haben die Darsteller zwei bis drei Übungsstunden ausfallen lassen.

Ja, in dieser mutzusprechenden Einleitung könnte man jetzt fatale Kritik an den überteuerten Hollywood-Fuzzis heraus hören - oder den väterlichen Stolz, dass im zweiten Teil der neuen Turtles-Reihe tatsächlich die vier mutierten Teenager-Schildkröten groß aufspielen können. Tatsächlich trifft beides zu. Aber hey, es ist Popcorn-Kino, es ist Michael Bay und es sind die Turtles. Also was erwartet ihr? Einen Film auf dem Level eines japanischen Nachkriegsfilmes in OV mit französischem Untertitel? Na also.

Hey, soll ich eigentlich wieder mal die Boldfonts der Schlagwörter einführen?
Nein?
Ich mach's trotzdem.

Kommen wir jedoch zum schmerzhaftesten Teil: Megan Fox ist immer noch ein heißes Teilchen, dass sogar völlig sinnlose und unlogische Szenen geschrieben bekommt, nur um sich innerhalb von 30 Sekunden von einer nerdigen Bookworm-Bitch zum bauchfreien Schulmädchen verwandeln zu können. Das bleiben nicht die einzigen Outfits, keine Angst. Sämtliche Fetische werden bedient. Allerdings bleibt genau das auch das einzig nennenswerte, was diese Frau betrifft. Schauspielerisch würden die Nebencharaktere aus "Scrubs" sie problemlos an die Wand spielen. Na ja ... jeder Michael Bay-Film braucht drei Dinge: Produktplatzierungen, die vom Wert dem Bruttoinlandsprodukt eines mittelgroßen Industriestaates ähneln; amerikanische Symbole in theatralischer Patrioteninszenierung; Und Wichsvorlagen. Megan Fox' einzige Daseinsberechtigung in solchen Hollywood-Produktionen. Und dabei würden wir uns alle so viel mehr von ihr wünschen, als einfach nur in jeder Pose eine Instagram-Mimik zu verkörpern. Na ja.


Die Story ist relativ schnell erzählt. Shredder ist zurück, weil er sich bei einem Gefangenentransport befreien lässt. Im Polizeibus lernt er auch Rocksteady und Bebop kennen, die ihm etwas zur Hand gehen. Nebenbei gibt es noch Szenarien, die selbst für die Power Rangers der 90er zu unecht gewirkt hätten. Aber hey, wie gesagt, wir erwarten keinen James Cameron-Film. Aber irgendwie denkt man sich doch manchmal: euer ernst?

Und vielleicht habe ich zu viele Stunden vor "Breaking Bad", "Fargo" oder "Better Call Saul" verbracht, aber vielleicht sollte man ein paar Szenen 2-3 Sekunden länger stehen lassen. Einfach Momente wirken lassen, statt diesem behinderten Steno-Stil, den uns Michael Bay so extrem einpflanzen möchte.


Ach, fassen wir uns kurz: Shredder hat neue Megawaffe, mit der er die Menschheit unterwerfen möchte (dabei ist er nicht allein, aber egal). Viele neue (aus den Comics bekannte) Charaktere werden eingeführt (hihi), wir haben ein paar nette Gags, viele flache Gas und überzeichnete Comic-Abhandlungen. Letzteres ist ja auch sinnvoll.

Mehr Details braucht man nicht. Lasst euch überraschen oder lest die anderen Kritiken (wenn ihr das nicht ohnehin schon erledigt habt, also warum sollte ich noch näher auf alles eingehen?). Ach ja, und es gibt eine fette Moral-Entscheidung über Loyalität, Veränderung, Selbstreflexion ... na ja, soll ich spoilern, wie der Film wohl ausgehen könnte? Ich mache es mal so, ihr müsst jetzt raten. Das Spiel heißt "Wahr oder falsch!?". Hier die Aussage: "Die Turtles haben am Ende den falschen Weg eingeschlagen und Shredder gewinnt. Zuvor veröffentlichen die in richtige Menschen verwandelten Ex-Schildkröten endlich ihr Weihnachts-Album." Nun müsst ihr raten. Wahr oder falsch?


Fazit:

Ich weiß, ich habe den Film ziemlich verrissen. Aber er ist nunmal Durchschnitt (5/10) der so viel mehr hätte sein können. Dank der völlig übertriebenen CGI-Optik (ja, man sieht es in jedem Frame) wird der Film auch nicht besonders gut altern. Er altert ja schon während des Anschauens schlecht. Ihr wisst - wer mich schon etwas kennt - dass ich die Fünfe echt gerne gerade sein lasse. Anders als in allen Transformers-Sequels (ach ja, da gibt es auch einen kleinen Cameo-Auftritt) wurde meine Kindheit noch nicht ohne Gleitgel anal gefistet - aber langsam merkt man schon, dass wir uns an einer sehr sensiblen Gabelung befinden, was die nächsten zu befürchtenden 27 Fortsetzungen betrifft. Und ich ahne Schlimmes.







Wie habt ihr den Film gesehen? Also, wenn ihr ihn gesehen habt. Könnt ihr mir ja gerne auf Facebook (fb.com/marcolatur) mitteilen. Auch, wie eure Wertung wäre.

Ansonsten könnt ihr mir etwas Trinkgeld in die digitale Kaffeekasse werfen. Das geht am billigsten für euch über die Amazon-Links unten. Da kostet euch das Unterstützen keinen Cent, das erledigt der Onlineshop-Gigant für euch.




 Klick auf Bild und schau dir die Box genauer an.
Für Sammler, für echte Fans, für ewige Kinder. 

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Stranger Things



Es ist mal wieder an der Zeit, etwas zu kritisieren. Und wie ihr inzwischen ja alle wissen solltet, kann ja eine Kritik positiv oder negativ sein. In diesem Fall ist sie so positiv, dass ich Angst habe, andere positive Dinge könnten negativ erscheinen.

Vorab danke ich mal den beiden Jungs von "Im Autokino", Chris und Max, die mich durch ihre letzte Podcast-Folge dazu bewegt haben, mir diese Serie etwas eher als geplant anzusehen. Schließlich wollte ich ja auch die Folge in voller Länge (inkl. Spoiler-Teil am Ende) gelassen hören können. Die Serie ist hiermit gesehen, jetzt wird geschrieben, danach wird gehört. So muss das!

Es geht um "Stranger Things". Ein Netflix-Original. Alle sturen Amazon Prime-Zuschauer können nun also leise weinend den PC abschalten und sollten ihr Leben überdenken ...

Wie es so schön heißt: bei 99 von 100 verschwundenen Kindern sind Verwandte oder enge Bekannte dafür verantwortlich. Diese Geschichte erzählt den einen Fall, bei dem es anders ist. Und wie es hier anders ist.

Wir befinden uns in den 80ern. Eine Zeit, in der Kinder mit den Fahrrädern zu Freunden kurvten und nach Hause kamen, als es Dunkel wurde. Genau so steigen wir hier ein. Der kurz vor dem Teenageralter stehende Will Byers (Noah Schnapp) sitzt bei seinem Kumpel Michael "Mike" Weehler (Finn Wolfhard) im Keller und spielt zusammen mit Klassenkameraden, dem urkomisch lispelnden Dustin (Gaten Matarazzo) und dem einzigen Schwarzen in der Serie, Lucas (Caleb McLaughlin), seit zehn Stunden "Dungeons and Dragons".

Die drei Gäste verlassen schließlich spät abends den Wohnsitz der Familie Wheeler, um nach Hause zu fahren. Jedoch kommt Will nie zu Hause an. Auf dem Weg stürzt er und bemerkt, dass er in dem Waldstück, das ihm als Abkürzung dient, noch jemand ist. Oder besser gesagt: noch etwas. Zwar schafft er es bis nach Hause, doch die Gefahr folgt ihm - und er verschwindet spurlos.

Während seine Mutter Joyce (Winona Ryder) und sein älterer Bruder Jonathan (Charlie Heaton) sich auf die Suche machen, ist Jim Hopper (David Harbour), der Sheriff der Kleinstadt, mit seinem ersten richtigen Verbrechen konfrontiert. Der Mord in einem Diner. Und wie Zeugen berichten, war bei dem Mord offenbar auch ein kleines Kind mit rasierten Haaren zugegen.



Lucas, Dustin, Mike und "Elfi"


Dieses Kind entpuppt sich später als das bisher unbekannte Mädchen Elf (Millie Bobby Brown), dass innerhalb der Handlung für zwei Dinge bekannt werden wird. Zum einen ist sie extrem verunsichert, ängstlich und unbeholfen. Zum anderen hat sie Fähigkeiten, mit denen sie alleine die ganze Stadt auslöschen könnte. Und an dieser Stelle kommen gewisse staatliche Geheimbehörden ins Spiel. Elf, die von den drei verbliebenen Jungs später "Elfi" genannt wird (was sie tatsächlich menschlicher gestaltet), sehnt sich im Grunde nach Sicherheit, Zuneigung, Freundschaft/Liebe und einem ganz normalen Leben. Ihre Fähigkeiten, bzw. das staatliche Interesse daran, lassen dies jedoch nicht zu, auch wenn es ihr (in Rückblenden gezeigt) vorgegaukelt wird.

Und diese beiden Handlungsstränge - der verschwundene Junge und das Mädchen, dass von irgend welchen Special Agents verfolgt wird - laufen auch sehr schnell zusammen. Denn beide Vorfälle haben einen gemeinsamen Nenner: eine düstere, böse, dunkle Parallelwelt - mit einem sehr angsteinflößenden, übermächtig scheinenden Bewohner, der zwischen diesen beiden Welten jagt.

Die Stimmung der 80er ist brillant eingefangen und sehr dezent werden einem viele Anspielungen auf Kultfilme, wie "Der Feuerteufel" (a.k.a. "Carrie"), "Stand by me", "Alien", "Predator", "Goonies", ... ich kann sie gar nicht alle aufzählen, deutlich. Mehr muss man dazu auch nicht sagen, ohne zuviel sagen zu wollen. Aber wenn ihr jemals auf mich hören wolltet, dann jetzt: schaut euch Stranger Things an. Ich liebe die Handlung, das Setting, die brillanten Darsteller (vor allem Elfi - da können alle deutschen "Schauspieler" gleich mal einpacken) und die Erzählweise.

Acht Folgen - acht Erlebnisse.


Leute, wir feiern eine Weltpremiere: noch nie habe ich bisher eine 10/10-Wertung abgegeben. Der eigene Anspruch dafür wäre bei einem Kinofilm: "Würde ich aus dem Kino rausgehen und mir gleich nochmal ein Ticket für diesen Film kaufen?" Wenn ich das mit "Ja." beantworte, dann ist es eine 10/10. Würde ich mir diese Serie gleich nochmal ansehen? Ja. Definitiv. 

Danke an Chris und Max vom Podcast "Im Autokino" für diesen Tipp.







Gute Nacht, Michael.




Wer noch mehr Bock auf Kids im Abenteuerwahn hat, für den habe ich da unten einen kleinen Link, der euch einen echten Genre-Klassiker beschafft und mir die nächste Kugel Eis sichert. 


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Stand By Me - Das Geheimnis eines Sommers



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