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The Gambler

Black Jack vs. Black King

Filminfo: USA / 111 Minuten / 2014 // Regie: Rupert Wyatt (Planet der Affen: Prevolution) // Besetzung u.a.: Mark Wahlberg (Jim Bennett, Vier Brüder, Lone Survivor) // Jessica Lange (Roberta, Big Fish, Für immer Liebe) // John Goodmann (Frank, The Big Lebowsky, Alpha House)



Jim Bennett ist ein smarter, schmerzhaft ehrlicher Literaturprofessor. Und wie das so oft im Leben ist: unter den ganzen Sprachversagern in seinem Hörsaal - er zählt sich selbst auch dazu - findet sich eine Ausnahmeschreiberin mit Talent. Augerechnet mit dieser Amy Phillips (Brie Larson) beginnt er eine heikle Affaire. So ... soviel zur Nebenstory, die einzig und allein dazu da ist, dem Film zumindest etwas Tiefe zu verleihen.

Worum geht es eigentlich? Jim Bennett ist, wenn nicht gerade sein kaputtes Ego auf einer seiner Studentinnen liegt, ein spielsüchtiger Zocker. Black Jack scheint dabei sein Liebling zu sein. Kaum gewinnt er eine Runde, setzt er alles auf die nächsten Karten - bis er verliert. Wir reden hier von einem Professor, der aus 10.000 Flocken Starteinsatz in drei Runden 80.000 macht und nicht auf die Idee kommt, 70.000 einzustecken und neu anzufangen. Nein, er lässt alles liegen und - Überraschung - verliert irgendwann mal.

Natürlich macht er schulden, leiht sich Geld, legt sich dadurch mit Kriminellen an und als er von seiner Mutter (die Witwe eines Bank-Begründers) dann die - oh Gott, ich weiß nicht mal mehr, wie viel es waren ... 250.000 Dollar? - quasi geschenkt bekommt (zurück zahlen kann er es eh nie), ratet mal, was er macht ...

Er zahlt seine Schulden, macht eine Therapie und heiratet die süße Studentin. Immerhin, alles cool. Nein, Blödsinn, er fährt ins Casino und verballert alles, der Volldepp. Tja, jetzt muss er wieder Geld leihen, hat nun drei Typen von Krimminellen (witzigerweise einen weißen, einen schwarzen und einen asiatischen Feind - politisch echt korrekt, ey) an der Backe. 

Der Film ist absoluter Durchschnitt. Hier und da ein netter One-Liner, ein paar passable Monologstrecken, ein super gecasteter John Goodman, alles in allem eine 5/10.



Eure Meinung will ich nun wissen. Habt ihr ihn gesehen? Was soll ich als nächstes kucken? Raus damit,

Wie immer gilt: mit dem Klick aufs Bild landet ihr bei der BluRay/DVD.


Top 10 American Football-Filme

Ten and in!

Es ist mal Zeit für eine ganz persönliche Hitliste und meinem persönlichen Ranking von - wie sollte es anders sein zur Premiere - American Football Filmen. Warnung: es könnten Hinweise auf den Verlauf der Filme, Keanu Reeves und für Mainstream unbekannte Titel auftauchen. Zu jedem Film gibt es einen Link zum Trailer und einen Link zum Amazon-Shop (Klick aufs Film-Bild), wenn man schnell zugreifen möchte.

Platz 10: Touchback

Filminfo: USA / 120 Minuten / 2012 // Regie: Don Handfield (Regie-Debüt) // Besetzung u.a.: Brian Presley (Scott Murphy, End Game, Streets Of Blood) // Melanie Lynskey (Macy, Der Informant) // Kurt Russell (Coach Hand, Die Klapperschlange, Fast & Furious 7)

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Ein Film, der es nicht in die deutsche Übersetzung geschafft hat und auch nicht der brillanteste Film aller Zeiten ist. Aber die Idee ist grundsätzlich gut und - hey - manchmal steht man auch auf Filme, die vielleicht nicht in jedermanns Regal stehen. Zur Handlung:

Okay, Platz 10 etwas umfangreicher: Scott Murphy ist der Held der Kleinstadt Coldwater, denn er hat als Quarterback sein Team ins High School Championship-Finale gebracht. Seine Freundin ist die Chefin im Cheerleader Team, sein Stipendium ist sichere Sache und heute Abend will er sich den Titel holen. Was er auch macht. Mit einem Lauf in letzter Sekunde bringt er selbst das Ei in die Endzone und holt Coldwater aus der Bedeutungslosigkeit. Zugleich endet damit seine Karriere, denn bei dem Lauf wurde sein Bein zertrümmert, was ihm eine dauerhafte Stützschiene einbringt.

20 Jahre später ist er Farmer, sein ganzes Hab und Gut geht demnächst an die Bank über, seine Frau ist nicht Cheerleader sondern war ein Mitglied der Musikkapelle. Doch er liebt sie und seine Töchter. Und darum muss er sie verlassen. Damit wenigstens die drei noch etwas vom Leben haben, möchte er verzweifelt sich seines nehmen und ihnen die Lebensversicherung zukommen lassen. Am Abend, als ihm während einer Halbzeit-Zeremonie eine Ehrenauszeichnung überreicht werden soll, leitet Scott die Abgase seines Trucks ins Wageninnere um sich selbst umzubringen.

Als er wieder zu sich kommt ist er 20 Jahre jünger und sitzt in seinem Auto vor der High School - am Tag vor dem großen Endspiel. Bald wird ihm klar, dass er eine zweite Chance bekommen hat. Doch diese Chance bedeutet auch, seinen Werdegang zu verändern - seine aktuelle Frau wohl zu verlieren und nie die beiden Töchter zu haben. Der große Showdown findet dann während des Spieles statt, als beim letzten Spielzug der Coach ihm die Entscheidungsfreiheit zum letzten Play gibt: "Do what you have to do - it is your choice!"

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Platz 9: Armadillo Bears (Necessary Rougness)

Filminfo: USA / 104 Minuten / FSK 12 / 1991 // Regie: Stan Dragoti (Der Verrückte mit dem Geigenkasten) // Besetzung u.a.: Scott Bakula (Paul Blake, Zurück in die Vergangenheit, Der Informant) // Hector Elizondo (Ed Gennero, Pretty Woman, Filofax, So high) // Robert Loggia (Wally Riggendorf, Independence Day, Die Sopranos)

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Zugegeben, diesen Film kann man nur geil finden, wenn man nicht mehr so ganz klar in der Birne ist. Die Gags sind 100 Jahre alt und die Story selbst wurde schon 10.000 mal erzählt. Aber das weiß man und versucht auch gar nichts anderes zu sein - und das macht irgendwie den Charme aus. Früh-90er-Musik und dumme Sprüche? Ja, so kann man mich kriegen. 

Die Geschichte ist schnell erklärt. Ein komplettes Footballteam wird vom Spielbetrieb ausgeschlossen, weil sie alle Doping genutzt haben. Nun müssen Ersatzspieler her. Die werden aus sämtlichen Ecken zusammengeschustert und als Quarterback wird ein ehemaliger aus seiner Arbeitswelt geholt und re-aktiviert. Klingt nach "Helden aus der zweiten Reihe"? Absolut. Etwas anders erzählt, aber das Grundgerüst ist exakt das Selbe. Auch, was dicke O-Liner, unfähige Receiver, Kneipenschlägereien und auffällige Kicker betrifft. Mit "Armadillo Bears" seht ihr die inoffizielle Vorlage zum Keanu Reeves-Film. Allerdings gab es als Grundlage zu diesem Film hier eine wahre Begebenheit als Vorlage: den sogenannten Ponygate-Skandal.

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Platz 8: Die härteste Meile & Spiel ohne Regeln 
(The Longest Yard & The Longest Yard)

Filminfo "Die härteste Meile": USA / 121 Minuten & / FSK 18 / 1974 // Regie: Robert Aldrich (Das dreckige Dutzend, Das Ultimatum) // Besetzung u.a.: Burt Reynolds (Paul Crewe, Auf dem Highway ist die Hölle los, End Game) // Eddie Albert (Warden Hazen, Der längste Tag, Straßen der Nacht) // Ed Lauter (Captain Knauer, Starship Troopers 2, Number 23)

Filminfo "Spiel ohne Regeln": USA / 113 Minuten & / FSK 12 / 2005 // Regie: Peter Segal (50 erste Dates, Die Wutprobe) // Besetzung u.a.: Adam Sandler (Paul Crewe, Happy Gilmore, Big Daddy, Kindsköpfe) // Chris Rock (Caretaker, Dogma, Kindsköpfe) // Nelly (Megget, Snipes)


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Einen echten Klassiker kann nichts kaputt machen - auch kein Remake. Vor allem nicht, wenn es eine 1:1 Nachahmung ist. Das beginnt beim US-Filmtitel, beim Handlungsverlauf und zieht sich über die Namen der Charaktere, dem Story-Verlauf, den Gags (männliche Knacki-Cheerleader), einzelnen Szenen und selbst die Namen der Schauspieler sind gleich. Okay. Im letzten Beispiel ist es nur ein Name. Burt Reynolds hat es sich nicht nehmen lassen, im Remake aufzutauchen. Und das macht die Komödie noch eine Spur besser.

Wer diesen Film nicht mindestens halbwegs klasse findet, der sollte sich wieder auf seine vietnamesischen Nachkriegs-Dramen im Original mit französischem Untertitel konzentrieren. Darin kennt man sich dann bestimmt besser aus ...




Platz 7: Varsity Blues 

Filminfo: USA / 100 Minuten / FSK 12 / 1999 // Regie: Brian Robbins (Hardball, Norbit) // Besetzung u.a.: James Van Der Beek (Jonathon Moxon, Die Regeln des Spiels, The Big Bang) // Amy Smart (Jules Harbor, Mirrors, Crank 2) // Paul Walker (Lance Harbor, Into the Blue, Fast & Furious-Filmreihe)

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Eine MTV-Produktion, die tatsächlich cool ist? Jep. Geht. Bitte sehr. Ein völliger erfolgsgesteuerter Coach drillt seine Jungs auf Sieg. Mit allen Mitteln. In der Kabine, auf dem Trainingsplatz, auf dem Spielfeld - sie spielen ihr Spiel und werden dafür gefeiert. Doch der Druck ist enorm. Außerdem verspricht sich die Stadt etwas Glanz und Anerkennung durch die Siege ihres Teams. Und zu den Bewohnern gehören nun mal auch die Eltern der Spieler, die es ja ganz offenbar nie raus aus dem Kaff geschafft haben.

Abseits des Feldes sind es einfache Teenager, die gut drauf sind, Blödsinn machen und einfach nur auf das Ende der Saison hinfiebern. Doch da steht noch das Finale um die Meisterschaft bevor. Und hier lernen die Jungs dann endlich, sich ihres eigenen Daseins bewusst zu werden ...




Platz 6: Freunde bis in den Tod
(Brian's Song) 

Filminfo: USA / 73 Minuten / 1971 // Regie: Buzz Kulik (Todesgrüße aus Havanna) // Besetzung u.a.: James Caan (Brian Piccolo, Der Pate 1 & 2, Mickey Blue Eyes) // Billy Dee Williams (Gale Sayers, Batman (1989), The Killer Next Door) // Jack Waden (George Halas, Ein Satansbraten kommt selten allein, Helden aus der zweiten Reihe)


Eine wahre Geschichte. Brian Piccolo ist weiß und spielt für die Chicago Bears in der NFL. Sein Coach beschließt, die 1968 noch übliche Rassentrennung unter den Spielern aufzuheben. Somit kommt Brian mit dem schwarzen Gale Sayers aufs Zimmer. Unterschiedliche Hautfarbe, gleiche Position (Runningback). Doch die beiden werden Freunde und auch auf dem Feld arbeiten sie gut zusammen. Bis zu dem dramatischen Tag, als bei Piccolo ein Krebsgeschwür festgestellt wird - sein Schicksal ist besiegelt. Doch seine Lebenslust verliert er nie - ebenso wenig wie seine Freundschaft zu Sayers, der regelmäßig an seinem Krankenbett auftaucht.

Bereits ein Jahr nach Piccolos Tod kam der Film in die Kinos. In den Trainingsszenen standen daher auch die echten Spieler und Trainer vor der Kamera. Außerdem ist die bewegende Rede, die Gale Sayers während einer Ehrung vortrug 1:1 in dem Film übernommen worden. Eine Geschichte, die denkbar nah an den wahren Ereignissen liegt - sehenswert. Ach ja: Piccolo hatte die Nummer 41. Seitdem wird diese Trikotnummer nicht mehr vergeben.




Platz 5: Helden aus der zweiten Reihe
(The Replacements) 

Filminfo: USA / 118 Minuten / FSK 12 / 2000 // Regie: Howard Deutch (Pretty in pink, Keine halben Sachen 2) // Besetzung u.a.: Gene Hackman (Jimmy McGinty, Staatsfeind Nr. 1, Das Urteil) // Keanu Reeves (Shane Falco, Speed, Matrix-Trilogie, John Wick) // Brooke Langton (Annabelle Farrell, Melrose Place (Originalserie), Kiss the Bride)

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Hier haben wir das Quasi-Remake von Platz 9. Und ja, er ist natürlich wesentlich zeitgemäßer, arbeitet - wie man es erwartet, zugegeben - mit moderneren Kamerafahrten, besserem Bild und Ton und die Gags zünden auch besser. Jetzt bekommen zwar alle Football-Fans zwar einen Herzinfarkt, weil "The Longest Yard" drei Plätze hinter diesem Film liegt. Aber ganz offen gesagt ist - wenn man zuerst das Original kannte - eine identische Kopie mit neuen Gesichtern zwar sehr gelungen, aber eben kein Quantensprung. Daher landet für mich die Truppe der tanzenden Kurzzeit-Knackis weiter vorne in der Liste.







Platz 4: Blind Side 

Filminfo: USA / 128 Minuten / FSK 6 / 2009 // Regie: John Lee Hancock (Saving Mr. Banks) // Besetzung u.a.: Sandra Bullock (Leigh Anne Tuohy, Das Netz, Gravity) // Quinton Aaron (Michael Oher, Abgedreht, Mr. Brooklyn) // Tim McGraw, Friday Night Lights, A World Beyond)

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Wieder eine wahre Geschichte. Michael Oher verbringt sein Dasein seit jeher damit, in Kinderheimen zu leben oder von einer der zahlreichen "neuen Familien" abzuhauen. War es Schicksal, war es Glück, aber irgendwie laufen sich der kleine S.J. und er über den Weg. Und sie freunden sich an. Obwohl zwischen dem älteren Oher (17) und ihm etwa acht Jahre Unterschied liegen. Eines Tages wird S.J. von der Schule abgeholt und seine Mutter stellt fest, dass "Big Mike" frierend alleine durch die Nacht irrt.

Sie laden ihn zum Übernachten ein. Bis er Dauergast bei der Familie Tuohy wird. Und man irgendwann feststellt - der Junge kann auf dem Footballfeld echt etwas erreichen. Und so arbeitet die Familie daran, das Talent zu fördern und die nötigen Türen zu öffnen. Es ist einfach stark zu sehen, wie ein zum Straßenköter verdammter junger Mann durch Zufall so eine Chance bekommt und ergreift, während Sandra Bullock durch den Film milft und Vergangenheit und Zukunft des Protagonisten einen eigenen Streit zu haben scheinen.





Platz 3: An jedem verdammten Sonntag
(Any Given Sunday) 

Filminfo: USA / 157 Minuten / FSK 12 / 1999 // Regie: Oliver Stone (Platoon, Natural Born Killers) // Besetzung u.a.: Al Pacino (Tony D'Amato, Scarface, Ocean's 13) // Cameron Diaz (Christina Pagniacci, Verrückt nach Mary, Sex Tape) // Dennis Quaid (Jack Rooney, The Day After Tomorrow, Movie 43)

 Amazon: Director's Cut Blu-Ray

Wenn Oliver Stone für einen Football-Film auf dem Regiestuhl Platz nimmt, dann landet das Ergebnis in den Top 3. So will es das Gesetz. Und diese Geschichte über Machtkämpfe auf dem Feld und hinter den Kulissen, persönliche Probleme und Rivalitäten sowie der gemeinsame Drang ein bestimmtes Ziel zu erreichen sind in diesem Stück Footballfilmgeschichte perfekt vermischt.

Okay, peinliche Musikvideos und fehlende Augen drücken die Stimmung, aber dennoch ist das Gesamtprodukt hammer. Vor allem die jetzt schon filmhistorische Kabinenrede ist es Wert, den Film auf Disc im Haus zu haben.





Platz 2: Sie waren Helden
(We are Marshall) 

Filminfo: USA / 124 Minuten / 2006 // Regie: McG (Terminator: Die Erlösung) // Besetzung u.a.: Matthew McConaughey (Jack Lengyel, Dallas Byers Club, Interstellar) // Matthew Fox (Red Dawson, Lost - TV-Serie, World War Z) // David Strathairn (Donald Dedmon, Der Fluch der zwei Schwestern, Godzilla)

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Am 14. November 1970 verliert eine Stadt ihre Söhne. Ihre Brüder, Ihre Väter und Freunde. Nach einer knappen Niederlage steigt das Football-Team der Marshall University zum Heimflug in die Chartermaschine - die kurz vor der Landung abstürzt. Alle 75 Personen sterben dabei. Das Football-Programm der Uni soll daraufhin gestoppt werden. Doch es gibt noch drei Spieler der Mannschaft, die zu dem Zeitpunkt verletzt Zuhause geblieben sind - und sie mobilisieren erst die Studenten, dann die Bürger, mit drei kleinen Worten eine Stimme für den Sport zu werden: "We are Marschall."

Die wahre Geschichte einer Footballmannschaft, die symbolisch und beinahe schon wortwörtlich aus der Asche heraus gestiegen ist um weiter zu leben. Der Film behandelt den Zeitraum zwischen Absturz und erstem Heimspiel der neuen Mannschaft. Eine bewegende Geschichte über eine wahre Geschichte.





Platz 1: Friday Night Lights 

Filminfo: USA / 104 Minuten / FSK 12 / 1991 // Regie: Peter Berg (Hancock, Battleship) und Josh Pate (Liar - Scharfe Enttäuschung) // Besetzung u.a.: Billy Bob Thornton (Gary Gaines, Armageddon, Bad Santa) // Lucas Black (Mike Winchell, Jarhead, Fast & Furious 7) // Garrett Hedlund (Don Billingsley, Vier Brüder, Unbroken)

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Wer diesen Film (ja, es gibt auch einen Film zu der Serie) nicht gesehen hat, sollte das niemandem erzählen. Ganz ehrlich. Meiner Meinung nach der beste Footballfilm, den ich bisher sehen durfte. Und das ist für mich so offensichtlich, dass ich mir nicht mal mehr die Mühe mache, dies zu begründen. Seht ihn euch an. Und wenn ihr ihn schon gesehen habt: seht ihn noch mal an.

Zum Trailer





Film-Tipp:

Undefeated 
(Dokumentation)

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"Kings of Summer"

Halbmänner allein im Wald

Plötzlich allein in der Wildnis - kein Handy, kein Essen, kein Unterschlupf. Für Erwachsene stellt das schon eine besondere Herausforderung dar. Für die drei Teen-Ausreißer Patrick, Joe und Biaggio entpuppt sich die neue Freiheit auch als problematischer, als ursprünglich erträumt.



Der Film, der unter dem Namen "Toy House" (Hauptcharakter: Joe Toy) auf dem Sundance FilmFestival Premiere feiern durfte, erinnert an "Stand by me - das Geheimnis eines Sommers." Okay, die Jungs suchen keine Leiche, aber Freiheit, Abenteuer und die Loslösung von Zuhause. In einem Waldstück kommen die Jungs auf die Idee, sich ein Häuschen zu bauen um sich dort einzunisten.

Und sie bauen das Ding auch und ziehen ihren Plan durch. Während die halbe idyllische Kleinstadt nun auf der Suche nach den drei Jungs ist, kämpfen sie sich mit neuen Alltagsproblemen ab. Wie bekommt man Essen? Und wie zerlegt man es, wenn man mal etwas fängt. Und weil sie keine besonders strengen Regeln eingerichtet haben - oder es zumindest an der Umsetzung scheitert - kommt das, was jede Männerfreundschaft irgendwann mal bedroht: eine Frau. Kelly (Erin Moriati, The Philosophers, Red Widow) ist genau das Girlie, in das man sich als Teenager verlieben mag. Und genau da beginnen dann die richtigen Probleme. Zusätzlich, zu den Schlangen und Mäusen.

Die Tatsache, dass "The Kings of Summer" auf dem Sundance lief, zeigt schon mal, dass der Film sich wesentlich mehr Freiheiten erlauben könnte, als die zurechtgebogenen Publikumsmagneten aus Hollywood. Allerdings versucht der Film tatsächlich, möglichst allen zu gefallen - was ihn immer noch gut macht, aber man hätte auch etwas abgedrehter sein können - etwas frecher. Aber für eine nette Geschichtenerzählung mit leichter dramakomödiantischer Briese hält er auf alle Fälle her. Nicht zu schwer, nicht zu leicht. Ganz gelungen.

Abseits von Michael-Bay-Massenkino ist dieser Film für kleines Geld zu erhaschen. Darum reicht ein Klick aufs Film-Foto oben und schon landet man bei der DVD. Bis zum nächsten Mal.




Filminfo: USA / 91 Minuten / FSK 12 / 2013
Regie: Jordan Vogt-Roberts (Death Valley, Metal Gear Solid - The Movie)
Besetzung u.a.:
Nick Robinson (Joe Toy, Jurassic World, Melissa & Joey)
Gabriel Basso (Patrick Keenan, Super 8, Perception, Barely Lethal)
Moises Arias (Biaggio, Noobz, Ender's Game)


Und hier wäre noch der Trailer:


"Lone Survivor"

Das Leben mit dem Tod


Hätte Mark Wahlberg am 11. September 2011 seinen Flug nicht umgebucht, wäre er wohl das prominenteste Terror-Opfer des historischen Anschlags geworden. Doch er hat überlebt und schlüpft nun in die Rolle eines Navy Seals, der im Krieg als einziger seiner Einsatztruppe überlebt. Gut für ihn. Gut für die Propagandamaschine. Doch alles der Reihe nach ...





Wir schreiben das Jahr 2005 - am 28. Juni sollen vier Soldaten der Eliteeinheit Seal Team Ten per Helikopter in den Bergen Afghanistans den Hassprediger und Taliban-Führer Ahmed Shahd (Yousuf Azami, Crank, Brothers) um die Ecke bringen. Dummerweise werden sie von Ziegenhirten entdeckt, die diese Gruppe an ausgebildeten Elitekämpfern, der ganze Stolz des US-Militärs, dann frei lässt. Wissentlich, dass sie jetzt aber sowas von am Arsch sind. Was natürlich im Film irgendwie als menschenfreundliche heroische und gnädige Geste verbraten wird. Was es ja auch in zweiter Linie war. In erster Linie war es einfach nur bescheuert, was die am Ende 20 Särge mit US-Flaggen untermauern. Krieg ist scheiße. Aber für beide Seiten.

Natürlich verpfeifen die Hirten die vier Jungs bei den Terroristen. Und damit beginnt der nackte Kampf ums Überleben für die Seals. Wenn auch nur für einen mit Happy End. Spoiler? Nein. Sagt ja der Titel schon.


Inszeniert wurde das Ganze vom - ich nenne ihn mal - "hässlichen kleinen Michael-Bay-Bruder" Peter Berg. Er steht auf viel Kabum, viel heldenhafte US-Militärs und viel Spannung. Popcorn-Kino also. Und der Film ist auch ganz okay. Weit weg von brillant, aber immer noch leicht über dem Durchschnitt. der sind 6/10 gerechtfertigt, denke ich. 


Den Film jetzt total mies zu machen, wäre typisch Anti-Ami-Einstellung. Das überlasse ich der ach so fundierten Berichterstattung von RussiaToday. "Lone Survivor" ist ganz okay, keine Zeitverschwendung, packend, spannend aber eben auch arg überzeichnet, was die Darstellung der Seals betrifft. Egal, wie wahr die Geschichte dahinter auch ist, am Ende ist bleibt der Beigeschmack von Propaganda. Ui, wie toll ist es, ein Kriegsheld zu sein. Dennoch hat er den Platz im DVD-Regal mehr verdient, als viele andere "Blockbuster".

Wer den Streifen nun in seiner Militärfilm-Sammlung wissen möchte, braucht nur auf das Bild zu klicken und schon landest du bei der BluRay. Have fun ... na ja ... ungünstige Wortwahl. Irgendwie.




Filminfo: USA / 121 Minuten / FSK 16 / 2013
Regie: Peter Berg (Very Bad Things, Hancock, Battleship)
Besetzung u.a.:
Mark Wahlberg (Marcus Luttrell, Vier Brüder, Unbesiegbar, The Gambler)
Taylor Kitsch (Michael Murphy, Der Pakt, X-Men Origins - Wolverine, John Carter)
Emile Hirsch (Danny Dietz, The Girl Next Door, Alpha Dog, Savages)

Lieber erst Trailer ansehen? Bitte sehr:


"John Wick"

Hunde-Elend


Es gibt Dinge, die können einem den Tag versauen. Wenn man in der Badewanne liegt und das Festnetz klingelt - in der Station. Oder dir dein Lieblings-Ficus eingeht. Oder die Russenmafia deinen Hund tötet. Und schwups, schon sind wir in der Handlung von John Wick. Okay, die Geschichte ist etwas komplizierter.



Der kleine Wufftl war das letzte Geschenk seiner verstorbenen Frau. Und Hundewelpen mag jeder gerne. Vor allem dieser war für John mehr als nur ein treuer Freund. Dummerweise waren ein paar Nachwuchsganoven geil auf sein Auto und so musste in dem ganzen Getümmel der Vierbeiner sein Leben lassen. Und so dumm es klingt: jeder Mann würde jetzt das tun, was Wick nun macht.

Iosef - so der Name des spätpupertierenden Gangstersohnes - klaut die Karre von John Wick und in der zwielichtigen Autowerkstatt wird er gefragt, woher er die Karre hat und dass er sich damit wieder verpissen soll. Denn John Wick ist kein Unbekannter bei den Russen. Er war mal ihr bester Mann. Russen-Papa Viggo versucht. als er von dem Vorfall erfuhr, Schlimmeres zu verhindern und mit einem Telefonanruf bei Wick die Sache unter Männern zu regeln. Ohne Blut. Ohne Opfer. Doch John ist pissig.

Nun beginnt der Shootergame-Modus. Viggo schickt seine Männer los um Wick zu erledigen, ehe der sich den Sohnemann schnappt. Wick ist eine Killermaschine, jeder Schuss trifft den Kopf, nur selten muss er ein zweites Mal auf die gleiche Person schießen. Er ist im Grunde das, was ich bei Call of duty immer gerne melden würde ...

Halten wir es kurz, der Film hat nicht mehr Story. Aber einen interessanten Charakter. Es wäre nicht verwunderlich, wenn es mal ein Prequel geben würde. Denn egal ob Polizisten oder Bardamen, alle kennen ihn und fragen, ob er denn wieder arbeiten würde. Er hat also ein gutes Netzwerk aufgebaut - in seinem früheren Leben. Da steckt also noch eine gute Story drin.

Wie in diesem Popcorn-Streifen. Die Szenen sind actionreich und kurzweilig, man sieht einen Alfie Allen, den man - trotz seiner traurigen Game-of-Thrones-Figur - immer noch nicht leiden kann/mag, einen netten kleinen Twist und ein Finale, das wenig überrascht aber den Film angemessen abschließt. Daher zielgerichtete 8/10 auf der Popmais-Skala.



Seid ihr mit mir? Kommentare erlaubt. Und wer nun noch einen netten Ballerstreifen für seine BluRay-Sammlung braucht, klickt jetzt auf das John-Wick-Bild oben. Bis zum nächsten Mal.

Filminfos: USA / 2014 / FSK 16 / 101 Minuten /
Regie: Chad Stahelki, David Leitch
Besetzung (u.a.): 
Keanu Reeves (John Wick, Matrix, Speed, 47 Ronin
Mikael Nyqvist (Viggo Tarasov, Mission Impossible - Phantom Protokoll
Alfie Allen (Iosef Tarasov, Elisabeth, Game of Thrones)

Ach, du magst lieber erst den Trailer sehen? Kein Ding. Bitte sehr:



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