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Top10 Weihnachtsfilme

Es weihnachtet sehr - aber diesmal gibt es weniger zu lesen, dafür mehr zu hören. Flimmerabend goes Podcast. Und hier ist die noch lange nicht perfekte Premiere.



Demnächst auch für iTunes. 

Ggf: rechte Maustaste und Link kopieren.


Spoiler! Knock Knock

Dürfen wir rein, wir sind ganz feucht ...?

Ach ja, davon träumt wohl jeder Mann irgendwann. Plötzlich klopfen mitten in der Nacht zwei hübsche, leichtbekleidete Mädels an der Tür und erbitten Einlass und Hilfe. Welcher Unmensch würde den beiden nicht gerne helfen? Wir würden es alle tun. Sei es auch nur, der attraktiven Gesellschaft wegen. In diesem Film allerdings geht das Ganze unschön aus.



Blutjung und klatschnass. Das klingt wie ein schlechter Porno. Wobei ... eigentlich klingt es nach einem guten Porno. Und die Story beginnt auch so. Und es ist mal wieder der beweis dafür, dass - egal für wie hübsch und besonders sich die Mädels in den Clubs halten - es Millionen von ihnen gibt und alle ersetzbar sind. Der komplette Film kommt mit genau neun Schauspielern aus. Zwei davon sind die blonde Bel und die dunkelhaarige Genesis. An ihrer Stelle könnte man jede zweite Frau Anfang 20 setzen und keinem würde es auffallen. Wobei Bel ... na, die hat schon irgendwie ... ach egal.

Das teuerste am ganzen Film war wohl Keanu Reeves selbst, der das Opfer der beiden Lolitas spielt. Kurz zur Vorgeschichte: Evan Webber (Keanu Reeves) ist ein Architekt und steckt bis zum Hals in Arbeit. Daher muss er den geplanten Familienausflug mit seiner Frau und den beiden Kids an Vatertag absagen. Er bleibt zu Hause und bastelt an seinen Projekten. Inmitten der stürmischen Nacht klopft es plötzlich an der Tür. Völlig durchnässt bitten Genesis und Bel um Hilfe, ihr Taxifahrer hätte sie völlig falsch kutschiert, das Handy ist durch den Regen nass geworden und sie müssten irgendwie zu ihrer Party kommen. Nach Party sind die beiden - die sich als Flugbegleiterinnen ausgeben - sehen die beiden auch aus. Wenig Stoff, viel Schminke. 

Er will nicht, was er eigentlich doch will ...

Natürlich lässt Evan - trotz gewisser Bedenken - die beiden ins Haus, ruft ihnen ein Taxi, gibt ihnen Bademäntel, schmeißt ihre Kleidung in den Trockner, ...
Und man muss ihm lassen, er spielt sehr überzeugend den guten Ehemann, der auf die Anmachversuche der beiden wirklich nicht eingehen will. Als sie in aber plötzlich nackt im dampfenden Badezimmer überfallen und festhalten, gibt er seinen Trieben nach und lässt sich von den beiden das Hirn rausvögeln. Am nächsten Morgen wacht er alleine auf - denkt er. In der Küche richten die beiden Girlies Frühstück her. Dabei zerlegen sie das halbe Mobilär, was sich im Laufe des Filmes noch durch die anderen Räume zieht. 

Nach langem Generve machen die beiden Lolis dem Ehebrecher nun klar, dass er sterben müsse. Grund: sie sind ja beide noch minderjährig. Blondie hätte mit 15 noch nicht mal einen Personalausweis. Am Ende sagen sie aber, dass sie durchaus schon über 20 sind und einfach nur das Leben von untreuen Ehemännern zerstören wollen.

Zwischenzeitig zwingen sie ihn noch zum Sex, was mit dem Handy gefilmt wird. Nach langen, teilweise völlig übertrieben bescheuerten Folter- und Zerstörungsszenen machen sich die beiden auch noch die Arbeit und buddeln ein Loch im Garten. Etwa 150cm tief und zwei Meter breit. Warum zwei Meter breit, weiß keine Sau, denn schließlich stellen sie ihn aufrecht (gefesselt) rein und buddeln es dann wieder zu. So, dass nur noch sein Kopf rauskuckt.

Das angedrohte Töten fällt dann auch aus, da sie ja "keine wilden Tiere" wären und ihm nur eine Lektion erteilen wollten. Dennoch haben sie im Laufe der Geschichte lachend einen unerwarteten Besucher, der im Auftrag von Evans Frau ein Kunstwerk abholen wollte, umgebracht. Soviel zur Logik. Unbeteiligte töten: okay. Das eigentliche Opfer töten: niemals!

So steckt Evan nun in seinem Erdloch und muss zusehen, wie die beiden das Sexvideo auf seine facebook-ähnliche Seite hochladen. Zu sehen sind darauf er (gefesselt am Bett) und Bel im Schulmädchenkostüm, wie sie brüllt: "F*ck mich, Daddy. F*ck mich, wie du deine Tochter f*cken würdest ...". Währenddessen sieht man, wie seine Freunde darunter posten, was er doch für ein Schwein wäre und sie mit ihm nichts mehr zu tun haben wollen.

Das Gagfeuerwerk auf Barth-Niveau

Im Houdini-Stil befreit er irgendwie halb seine Hand und versucht den Lösch-Button zu drücken. Aber natürlich verfehlt er das Symbol auf dem Handy und drück den Like-Button. Dabei fällt das in die Erde gesteckte Smartphone um und seine Hand erreicht es nicht mehr. Megaschlechter Gag. Und vor allem ist sein Leben nicht zerstört, wie es der Film klarmachen will.

Er wird sich wohl kaum selbst gefesselt und eingegraben haben, also ist klar, dass es ein Überfall war. Er kann die komplette Story auf die beiden Girls abwälzen ohne das Fremdgehen selbst mit ins Spiel zu bringen. Wow. Es gibt wohl auch keine Zeitung, die nicht über so einen Fall schreiben würde, also wäre er - zumindest in seinem Bekanntenkreis - wieder gerettet. Wow. Die beiden Mädels machen sich dann übrigens zu Fuß vom Acker um das nächste Opfer aufzusuchen. Kurz darauf kommen Frau und Kinder Heim, sehen das völlig demolierte Haus und Sohnemann sagt: "Oh Mann. Papa hat doch eine Party gefeiert." Wahnsinns Gag. Könnte von Mario Barth sein.

Der Film ist einziger Rotz. Ne 3/10, weil Keanu recht gut spielt. Wenn man den Lolitas noch einen optischen Pluspunkt anrechnen möchte, dann kann man auch eine 4/10 geben. Dann ist aber schon viel guter Wille dabei.




Wer die spoilerfreie Video-Version von dieser Kritik sehen möchte, kann hier auf das Bildchen klicken:


YouTube Channel: Marcolatur


Kuriose Geschenkideen

Tante Frieda hat alles? Sicher nicht ...


Ihr kennt das Problem. Am 24. Dezember stellt man meist völlig überrascht fest, dass Heiligabend ansteht und im Schnitt um 14 Uhr die Geschäfte dicht machen. Zwischen Heilmittel für Charlie Sheen finden und Ghostwriter für deutsche Politiker sein ist oft kaum Zeit zu überlegen: was könnte ich Onkel Horst schenken, der hat ja schon alles.

Hier mal eine Liste von Dingen, die im Grunde jeder haben sollte, aber niemand wirklich besitzt. Wer den jeweiligen Artikel genauer ansehen möchte, klickt aufs Bild - es öffnet sich dann ein extra Fenster zu dem Produkt auf Amazon. Für jeden Geldbeutel ist da was dabei - und vielleicht sogar für jedes Familienmitglied ...


Wenn PETA eines Tages als Partei die Weltherrschaft übernimmt, dann wird dieses nette Kleidungsstück bei Wiesenhof zur Pflicht. Am besten schnell reagieren und gleich sichern. Für die Kampfhühner gibt es auch Camouflage-Westen.

Für läppische 5.950 Flocken kann man sich diesen netten Pferdeersatz in den heimischen Jurassic Vorgarten stellen. Im Grunde sollte das Geld aber locker wieder drin sein, wenn man bei den neugierigen Nachbarn einen Euro pro Foto kassiert. Und sie werden kommen! 

Für sündenfreie Flossen zwischendurch. Mit der Jesus-Seife kann man sich in Pilatus-Manier rein waschen. Aber auch als Scherzartikel denkbar. Wie dumm da wohl der Stecher deiner Ex kucken wird, wenn er im Freibad vom Zehner die dreifache Spiralachsel hinlegt und du mit der Seife als Waffe das Wasser im Becken teilst. So viel Spaß für wenig Geld. Ewiges Leben inklusive.

Ich sag ja immer: Smartwurst statt Bratwurst. Das Ding ist so begehrt, dass es aktuell nur gebraucht im Amazon-Shop zu bekommen ist. Dumm, wer da nicht sofort loslegt. Oder wie lange willst du noch im Topf deine Wiener erhitzen? 

Pünktlich zu Weihnachten wird dieser Klassiker für die Fifth Pocket zum Kampfpreis rausgedonnert. 898 Kröten muss man locker machen und schon hat man 141 Funktionen für alle Lebenslagen griffbereit. Das sind aktuell 330,- weniger als normal.  

Die Bahn kommt zwei Minuten zu spät, die Schnürsenkel sind verknotet, die zweite Socke ist nicht in der Schublade - es gibt viele Momente, in der wertvolle Lebenszeit sinnvoll verschleudert wird. Schluss damit, mit dem Bananenschneider kann man - je nach Einsatzhäufigkeit - bis zu 126 Jahre einsparen.

Es mag wie ein Witz klingen, aber genau dieses Ding habe ich auch zu Hause. Denn wenn man ein Plüschtier im Bett liegen haben will (und ich will), dann gibt es kaum etwas besseres als ein Grillhähnchen. Fettet nicht und schmeckt besser als der Veggie-Burger von McDonni.

Dein Boss, dein Partner oder dein Arzt sind der Meinung, dass du morgens nur noch eine Tasse Kaffee trinken solltest? Kein Problem - mehr wolltest du ohnehin nicht. 

Jeder kennt das Problem, Männer wie Frauen. Man möchte sich einen Goatie stehen lassen, den wohl beliebtesten Bartschnitt seit 1945, doch der komplexe Cut bringt manche Menschen bis an ihre Grenzen. Was tun? Bibis und Dagis Tutorials sind da nur eine geringe Hilfe. Doch nun gibt es die Lösung!

When the last eagle flies ... Ja, da drängt sich der Titelsong der Band America auf. Aber inzwischen wissen wir, dank intensiver Nachforschungen des nordkoreanischen Staatsfernsehens, dass es Einhörner wie Sand am Meer gibt. Das leckere Fleisch ist nun auch bei Amazon zu kaufen. Aber Vorsicht: bei übermäßigem Verzehr kotzt man schnell mal Regenbögen ...

Das übliche Problem: du hast ein Blinddate und bei Netto gibt es nur die Minz-Pastillen. Was für ein schlechter Eindruck. Soll sie denken, dass du ein halber Koala bist? Nein, du bist ein Mann, eine Testosteronschleuder, ein Kerl, vor dem selbst Putin ehrfürchtig vom Braunbären fällt. Zeig der Welt, dass du die Eier hast. Diese 4,99 Euro bringen nicht nur mehr Frauen in dein Leben, sondern auch mehr Leben in deine Frauen. Du geile Sau.

Jeder hat Iron Man und Hulk Hogan im Regal stehen. Du weißt es besser. Du hast den King der Nerds am Start. Sigi "Alles was wir machen, machen wir wegen Geschlechtsverkehr" Freud als Action Figur - wer hier nicht bestellt, muss verrückt sein.

"Ich liebe Dich!" "Ich weiß." So viel Coolness sollte in keinem Star Wars-Haushalt fehlen. Also ernsthaft. Du kannst nicht im Minutentakt deine Battlefront-Skills posten und damit angeben, dass du Karten für die Vorpremiere des mächtigen Erwachens hast und dann zu knausrig sein und den ultimativen Beweis deiner Weltraum-Liebe sparen. Echt? Das ist es dir nicht wert!? Dann bist du nicht besser, als die Trekkies.

Während Die Grünen darüber streiten, wie man am sinnvollsten Männlein und Weiblein gleichberechtigt in Texten (die man dann nicht mehr laut lesen kann) unterbringt, wird hier Gleichberechtigung ohne viel Trara einfach umgesetzt. Shampoo und Kamm für Menschen mit ohne Haare. Endlich stylisch durch die Welt laufen.

Egal, was kommt: mit dem Survival-Schlüpfer kannst du immer locker bleiben und im Ernstfall auch mal laufen lassen. Für kleines Geld hast du den Retter in der Not, wenn du gerade in einem intensiven Gespräch mit einer heißen Milf-Schnitte plötzlich Dünnschiss bekommst. Du musst den Platz nicht räumen, du verschaffst den Konkurrenten keine Gelegenheit. Da kann man nur sagen: läuft bei dir.


Die angegebenen Preise sind vom Stand 30. November 2015

Alternativer 21. Oktober 2015

Jetzt sag bloß, du bist der einzige Mensch auf dem Planeten, der das historische Datum gestern verpasst hat? Okay, ja, ich hab seit Wochen verpasst, hier etwas zu schreiben, aber egal, anderes Thema.

Es war der 21. Oktober 2015, der Tag, auf den vor allem "Zurück in die Zukunft"-Fans (also ich) extrem hingefiebert haben. Und alle Neu-Nerds natürlich auch (nicht unbedingt abwertend gemeint) (nur bei manchen). Aber als Hardcore-Fan der ersten Stunde (1. Teil VHS, 2 und 3 im Kino) hat man dann doch einen ganz anderen Bezug dazu, vor allem, wenn man diese Reihe wahrhaftig liebt. 26 Jahre nach dem Kinobesuch ist es nun passiert - der Tag, an dem Marty McFly im ersten Sequel in der Zukunft ankommt. Wow. Zumindest für 1989 war das die Zukunft. Und auch heute, am 22. Oktober (btw: Happy Birthday, Christopher Lloyd), der Tag an dem der Streifen in eine Historien-Komödie für alle nachkommenden Generationen verwandelt wurde, ist der zweite Teil der Trilogy immer noch fern in der Zukunft. Für mich zumindest.

Die Cubs stehen immer noch in den Playoffs (beste Saison seit 107 (!) Jahren), Sony hat rollbare Leinwände entwickelt, die tatsächlich Filme direkt darstellen können (allerdings scheißteuer und daher nicht marktreif sind), wir haben Tabletts, bezahlen mit Fingerabdrücken, nutzen alternative Auto-Energiequellen und können während der Videokonferenzen die Daten des Gesprächspartners abrufen (zumindest über Facebook). 

Der Tag, an dem sich ein Hardcore-Fan eigentlich sein lang geplantes BTTF-Tattoo verwirklichen sollte. Was mir gestern Abend auch eingefallen ist. Doch zum Glück gibt es allein in der Trilogie zahlreiche alternative Tage, um sich so einen getimten Wunsch zu erfüllen. Mit der Serie und dem Game sogar noch mehr, die lassen wir aber ausgeklammert.

 Klick zur Bluray-Box




31. März 1956: Chuck Berry veröffentlicht seinen Song "Johnny B. Goode".

25. Mai 1990: Zurück in die Zukunft III kommt in den USA in die Kinos und beendet die Filmreihe mit einer abgeschlossenen Geschichte - wenn auch mit einem offenen Ende, dass dan in der Serie aufgegriffen wurde.

20. Juni 1968: Martin Seamus "Marty" McFly wird geboren.

3. Juli 1985: Zurück in die Zukunft startet in den US-Kinos

2. September 1885: Marty McFly landet im Wilden Westen

5. September 1885: Die für die Handlung notwendige Rathausuhr wird beim Hill Valley Festival offiziell eingeweiht, einen Tag, nachdem sie in der Stadt angeliefert wurde.

21. Oktober 2015: war gestern. Siehe oben.

25. Oktober 1985: Marty McFly spielt bei einer Vorauswahl für einen Band Contest seine Version von "The Power of Love" von Huey Lewis. Dieser sitzt in der Jury und schmeißt in und seine Band aus dem Wettkampf, weil sie zu laut wären.

26. Oktober 1985: Die erste Zeitreise der Geschichte startet. Am Lenkrad sitzt ein Hund.

27. Oktober 1985: Marty entscheidet sich gegen ein Autorennen und baut keinen Unfall mit seinem Toyota - seine Zukunft schlägt dadurch eine neue Bahn ein.

5. November 1955: Marty landet in der Vergangenheit und Doc. Brown hat die Vision vom Fluxkompensator, nachdem er von der Toilette abrutscht und sich am Waschbecken den Kopf stößt. Ironischerweise wollte er gerade eine Uhr aufhängen.

12. November 1955: Ein Blitz schlägt in die Rathausuhr ein. Kurz zuvor spielt Marty McFly auf der Bühne den bis dahin unbekannten Song "Johnny B. Goode".

22. November 1989: Zurück in die Zukunft II kommt in die US-Kinos.


Wann ich letzten Endes nun mein Motiv unter die Haut nadeln lassen, weiß ich noch nicht, aber es wird garantiert einer dieser Tage. Wenn du noch ein paar fette Infos rund um den Film brauchst (und zwar 20 Minuten lang fette Infos), dann empfehle ich folgendes Video. Wer übrigens aufs Bild oben klickt, gelangt bequem zur Amazonseite mit der Filmbox.















Was für ein SKYndal ...

Es gibt Dinge, die will man gar nicht verstehen. AGBs sind ein gutes Beispiel (und ja, ich gehöre zu denen, die ein "s" hinter AGB für richtig empfinden).

Die häufigste Lüge in unserer ach so modernen Zeit: "Ja, ich habe die AGBs gelesen." Niemand hat das. Und das wissen die Anbieter auch und können wahnsinnig viel Quatsch reinschreiben. Ein US-Unternehmen hatte mal in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine Klausel versteckt, wonach User ein Recht auf 3.000 Dollar haben. Einfach nur, um zu sehen, ob sie gelesen werden. Nach Monaten hat sich tatsächlich jemand per Email gemeldet und nach diesen drei Riesen gefragt. Hat er bekommen, die Klausel wurde rausgenommen.

Dass selbst die Vertreter der Unternehmen zwar schnell im Fingerheben, nicht aber zwingend auch im erklären sind, das zeigt SkyDeutschland. Twitter sei dank, habe ich hier etwas, was sich von alleine erklärt.



Dieser Auftritt von Sky soll uns also klar machen: du darfst unser Programm sehen - aber nur da, wo wir wollen. Hey, das ist doch ihr gutes Recht. Die Arschlöcher von Abonnenten sollen verdammt nochmal schön den Geldbeutel aufmachen, oder was? Der Tweet ging noch um einiges weiter. Sky hatte - solange ich es verfolgt habe - weiter mit seinen selbstgeschriebenen Paragraphen um sich geworfen. Nun, potenzielle Kunden zu gewinnen sieht anders aus. Denn das Internet bietet zahlreiche kostenlose Alternativen. Ob legal oder nicht, ist da schon fast zweitrangig. Schließlich ist ja auch als Zahler das Nutzen des Fernsehers illegal, wenn es nach Sky Deutschland geht ...

Top 10 ... Teenager Komödien

Zehn Dinge die Juno an Ferris hasst ...


Jeder von uns hat sie angesehen. Ob man sich dafür heute schämt oder nicht. Und wir alle haben gelacht. Teilweise noch Jahre später. Selbst die Spastis, die heute meinen, nur noch südkoreanische Nachkriegsfilme mit griechischem Untertitel im OV gut finden zu müssen, haben sie gesehen und gelacht. Und hier ist die wohl 3.267ste Liste zu diesem Thema. Allerdings habe ich mich auf typische Teen-Komödien beschränkt. Dadurch haben es Musicals wie "Grease" nicht in die Liste geschafft. Meine Best Of! 
Und wie immer gilt: Wer den Film schnell haben möchte, klickt einfach aufs jeweilige Bild.



10. Einfach zu haben


 Blu-Ray Einfach zu haben


Wenn man ein Drehbuch in nur fünf Tagen schreibt, kann eigentlich nur ein Uwe Boll-Film oder so ein Youtuber-Dünnschiss wie "Kartoffelsalat" rauskommen. Ich denke mal, selbst für "Daniel der Zauberer" wurden mindestens sechs Tage Schreiben angesetzt. Wenn nicht mehr. Doch es kann auch ein richtig netter Streifen entstehen. Mit Emma Stone ("Olive") in der Hauptrolle. Jackpot. Durch Verstrickung diverser Umstände bekommt unsere Heldin den Ruf, die Schulschlampe zu sein. Immer mehr Jungs behaupten, mit ihr geschlafen zu haben. Und sie untermauert diese Behauptungen. Wodurch sie zwar aus der Bedeutungslosigkeit emporsteigt aber sich immer mehr Leute von ihr abwenden. Dummerweise sinken ihre Chancen - dank des neuen Rufs - bei ihrem Schwarm Todd ins Bodenlose. Eine geile Komödie. I like.




9. Zehn Dinge, die ich an dir hasse


 Jubiläums-Edition


Kabel 1 oder RTL können den Film gar nicht an Feiertagen so oft wi(e)derholen, dass er nicht doch noch sein Anrecht in dieser Top10 hätte. Schon allein, weil die Grundidee zu dem Film von niemand Geringerem stammt als William "Ich hau die Blockbuster nur so raus" Shakespeare. Seine "Komödie Der Widerspenstigen Zähmung" wird in zahlreichen Stellen des Films (u.a. bei Namen der Charaktere) zitiert. Handlung identisch. Außerdem ist Heath Ledger am Start. Und der Typ war halt einfach mal ein nicer Dude. Die Story ist eigentlich Nebensache. Heath (also im Film "Patrick") soll "Kat" (siehe Bild) dazu bringen, mit ihm ein Date zu haben. Dafür bekommt er auch Kohle. Weil er will nichts von Kat - und Kat nichts von ihm (anfangs). Grund für das Ganze: Kats jüngere Schwester darf - dank Papa - erst dann mit Jungs ausgehen, wenn die große Schwester - die so gar nichts von Typen hält - eine Verabredung hat. Natürlich kommt dann liebe ins Spiel und alles fliegt auf und ... ja, egal. Guter Film. Daher: Platz 9.



8. Ferris macht blau


 Ferris macht blau DVD


Matthew Broderick - viele Jahre, bevor er dem König der Löwen Simba seine Stimme schenkte - war ein Genie im Blaumachen. Zumindest sein Charakter Ferris Bueller. Und von dem wohl ereignisreichsten Tag, der dabei entstehen kann, wenn man seiner Schule fern bleibt, erzählt diese Geschichte. Der Film hat nicht umsonst Kultstatus denn er symbolisiert zum einen eine typische 80er-Komödie, zum anderen das, was wir uns schon immer als Schüler gewünscht hatten. Am Ende entstand sogar noch eine TV-Serie. Also mal ehrlich. Man macht nur aus echt guten Filmen eine Serie, oder? (siehe Platz 9)




7. Bill und Teds verrückte Reise durch die Zeit


 Auf Amazon für unter 3 Euro


Ein Film, über den vor allem Frauen sagen, es sei der mit Abstand dümmste Schwachsinn, den sie je gesehen haben. Und sie haben vermutlich recht. Aber ... na ja ... also ... irgendwie ist er halt doch geil. Bier auf, Film rein. Irgendwie ist es ja schon ganz cool zu sehen, mit welcher Scheiße Keanu Reeves mal anfangen musste, ehe er Busse vor Explosionen bewahren, eine computergenerierte Scheinwelt zerstören und eine Football-Mannschaft voller Ersatzbankdrückern zum Sieger-Team machen durfte.




6. The Girl Next Door


 The Girl Next Door Blu-Ray


In der Kategorie "Filme, bei denen man im Anschluss Pornos mit ähnlicher Story googelt" ist dieser nette Streifen gaaaaanz weit vorne dran. Um genau zu sein wurde die Kategorie nur dafür erfunden. Von mir. Gerade eben. Elisha Cuthbert hätte nach ihrer Rolle als "Danielle" in der Erwachsenen-Unterhaltung wohl mehr verdient als in den ganzen mittelgroßen Projekten nach "The Girl Next Door" zusammen - aber das ist wohl ihre Entscheidung. Danielle zieht ins Haus neben Matthew. Ein Streber, lange bevor Nerds als cool galten. Und die neue Nachbarn hat es ihm (und der gesamten Schule) schon arg angetan. Seine Kumpels kommen irgendwann dahinter, - wir fragen jetzt mal nicht nach, wann und wie und bei was - dass Danielle eine Pornodarstellerin ist. Tatsächlich wollte sie mit ihrem alten Leben abschließen. Doch wird alles nicht so einfach. Dafür lustig. Und sexy. Lolita-Alarm.

Hätte ich drei Wünsche frei gehabt, wäre mir nur einer eingefallen. Dreimal.





5. American Pie


 American Pie Collection


Hat der Film eigentlich eine Handlung? Keine Ahnung. Aber er hat in extremer Form genau das, was wir in irgendeiner Art und Weise direkt oder indirekt während unserer sexuellen Reife selbst mitbekommen haben. Nur eben nicht so heftig - meist. Dieser Film hat eine ganze Generation von Kinobesuchern beeinflusst und es wäre - trotz der teilweise miesen Fortsetzungen - einfach nur unfair, würde man diese Komödie nicht als eine der wichtigsten im Genre benennen. Wann hattest du denn zuletzt warmen Apfelkuchen? Und? Denkst du dabei nur ans Essen?



4. Project X



 Project X - Extended Blu-Ray


Eine Party gerät aus dem Ruder. Kommt vor. Aber nicht mit berittener Polizei, Löschflugzeugen und versenkten Nobelkarossen. Bei dieser "Eltern sind weg"-Fete passiert genau das. Viel nackte Haut, ein starker Soundtrack, eine völlig übertriebene Eskalation und jede Menge Drogen in Pillenform. Ein super Konzept. Der Fokus liegt absolut nur auf der Voll-aufs-Fressbrett-Party. Die Einleitung der Story wird schnell und lieblos abgefertigt, stört aber nicht. Weil wir wollen alle die roten Plastikbecher sehen, Liliputaner in Backöfen, Hunde auf Wasserbetten, Straßen, die in Flammen stehen ... genau das haben wir uns immer gewünscht oder? Vielleicht nicht gerade als Gastgeber - aber der Film zeigt die Party, auf der wir alle gern gewesen wären.




3. Juno


 Juno - BluRay


Michael Cera hatte 2007 ein echt starkes Jahr. Er durfte in "Juno" und in "Superbad" eine wichtige Rolle spielen. Okay, recht viel mehr kennt man nicht über ihn, aber das sollte erwähnt werden. "Juno" handelt von der gleichnamigen 16-Jährigen, die dummerweise Schwanger ist. Teenie-Mütter kennt man von RTL2. Hier sieht man Ellen Page vor ihrem ComingOut und vor ihrer Rolle in "The Last Of Us" (doch, das war sie. Mir egal, was die Welt behauptet!). Was ist also besser? Na eben. Erneuter Lolita-Alarm. Juno muss - oder will - nun eine Ersatzfamilie für das ungeborene Baby finden. Tut sie auch. Doch bei dem kinderlosen Paar kommen Probleme auf. "Juno" passt nicht wirklich in diese Top10 und hat doch einen Platz auf dem Treppchen bekommen. Im Grunde ist es ein Melodram. Aber die Schlagfertigkeit und die im wahrsten Sinne SitCom bringen die nötige Menge Humor in den Film, um ihn hier reinzubringen.




2. Superbad


 Superbad - McLovin Edition BluRay


Was Bitte schön soll man zu "Superbad" noch sagen? Er ist das was dabei rauskommt, wenn man eine Projekt X-Fete machen will und Probleme hat, überhaupt Bier zu bekommen. Wenn zwei Drehbuchautoren ihre eigenen Namen für die Filmhelden hergeben und der Dritte Mann des Trios nur noch McLovin heißt (obwohl alle drei bekannte Loser sind), dann kommt am Ende richtig dicker Schrott raus oder ein echter Genie-Streich. Letzteres ist es geworden. Etwas "Projekt X", etwas "Ferris macht blau" und etwas "American Pie" - nur mit weniger Sex. Fertig ist die Teenie-Komödie, mit der Jonah Hill wohl am besten in seiner Karriere angetrieben wurde. Ein Meisterwerk. Ach ja. Einer der Drehbuchautoren war Seth Rogen. Wer? Echt jetzt!? 2015 spielt er Steve Wozniak in der Steve-Jobs-Verfilmung. Wenn dir das nichts sagt, dann schau "Django - Unchained", "The Interview" oder "Ananas Express". Apropos. Wir sollten eine Kifferfilm-Top10 demnächst anstreben.




1. Eurotrip


 Eurotrip - DVD bei Amazon


Der Film hat vieles, was man sich wünscht. Nee, eigentlich alles. Klischees bis zum Erbrechen, schlechte Deutsch-Übersetzungen in den Film-Szenen, Matt Damon als glatzköpfigen Rocksänger, Buffys kleine Schwester im Bikini, Inzest, Hooligans, Pantomie-Roboters-Fights, zwei Päpste, schwule Italiener, Ex-Chelsea-Spieler als ManU-Hooligans, eine Reise quer über den Erdball, Tennager-Möpse, einen Ex-Tatortschauspieler als kriminellen LKW-Fahrer, Xena als Domina, Vandersexx, ... ey, in welchem Film bekommt man bitte mehr geilen Scheiß geliefert als hier? haste nicht gesehen? Wundert mich nicht, war kaum beworben oder groß gepusht. Aber ich habe festgestellt, dass viele diesen Geheimtipp verschärft feiern. Nicht zuletzt wegen des Soundtracks, der entgegen allen Gerüchten nichts mit Sum182 zu tun hat. Aber: was Scotty nicht weiß, macht ihn nicht heiß.

Ach ja: es geht um Scotty, der am Tag seiner Abschlussfeier erfährt, dass seine Freundin seit einem Jahr mit einem anderen in die Kiste springt. Frustriert und besoffen kündigt er seinem deutschen Brieffreund Mike die Freundschaft per Email. Was er danach - nachdem seine Email als Reaktion geblockt wurde - feststellt. Sein Brieffreund ist eine Brieffreundin. Mieke. Und die gefällt ihm auch noch. Da er ohnehin nichts zu verlieren hat, machen er und seine drei Buddies sich auf den Weg nach Europa um irgendwie nach Deutschland zu kommen. Er will Mieke treffen. Und wie das so ist: es läuft alles andere als glatt. Meine Empfehlung. Glaubt nicht den Kritikern, die euch einreden wollen, dass nur brasilianische Anti-Drogen-Dramas im Original mit französischem Untertitel super Filme wären. Zieht euch Eurotrip rein und dankt mir später. Kumpels und Dosenbier nicht vergessen!





Ehrenplatz

Nicht in der Top10, weil er für mich einen - für euch wohl in keinster Weise nachvollziehbaren - Sonderstatus hat und eigentlich auch nur aus Retro-Gründen so unglaublich hoch auf meinem Podest steht: 

Steinzeit Junior


 Steinzeit Junior DVD



Der Film ist seit seinem Release Anfang der 90er mein ganz spezieller Lieblings-B-Movie. Ein Höhlenmensch, der kurz vor dem Jahrtausendwechsel aus dem Eisblock erwacht, Martial Art-Filme feiert, Games liebt, die High School rockt und allen Weibern an die Gazongas will. Wie soll ein Film das jemals irgendwie toppen? WIE!? Das geht einfach nicht (höchstens mit einem zeitreisenden DeLorean). Wenn ihr euch das Bild oben genau anseht und wir es heute noch einmal mit den Originaldarstellern aufnehmen würden, hätten wir einen Hobbit, einen dreimaligen Mumien-Jäger und den Ex-Stecher von Kylie Minogue im Bild. Dieser Käse wird nie alt und schimmlig, Butze.




Noch mehr Film-Zeugs gefällig? Kein Akt. Es gibt ja da noch diesen Youtube-Kanal.







Gone Girl - Das perfekte Opfer

Schnitzeljäger - Level: Pro

Filminfo: Thriller / USA / 149 Minuten / 2014 / FSK 16 // Regie: David Fincher (Fight Club, Sieben) // Besetzung u.a.: Ben Affleck (Nick Dunne, Dogma, Der Anschlag, Armageddon) // Rosamund Pike (Amy Elliott Dunne, Doom - Der Film, Jack Reacher) // Neil Patrick Harris (Desi Collings, How I Met Your Mother, Die Schlümpfe, A Million Ways To Die In The West)


Nick und Amy scheinen eine perfekte Ehe zu führen. Sie ist ein Wunderkind, sammelt Auszeichnungen an Elite-Unis und ist zudem ein echter Augenschmaus. Zudem ist sie "Amazing Amy", eine Kinderbuchfigur - durch ihre Eltern vermarktet. Beide arbeiten als Journalisten und ziehen in seine alte Heimat Missouri. Nun hat er nur noch eine Kneipe und sie ist kinderlose Hausfrau. Die Beziehung ist also alles andere als der Hit.

 Link zur BluRay

Am fünften Hochzeitstag geht Nick erst einmal in sein Pub um einen zu trinken. Amy hat die Angewohnheit, an jedem Hochzeitstag Hinweise zu hinterlassen, die Nick zu seinem Geschenk führen. Davon angepisst trinkt er erst mal einen, bevor die Show beginnt. Doch als er nach Hause kommt, ist sie verschwunden. Und immer mehr scheint Nick der Killer zu sein.

Wer einen Blick auf den Namen des Regisseurs wirft und sich daran erinnert, was der ales gedreht hat (siehe oben) dann wird eines fast schon klar: irgendwie muss da ein richtig dicker Twist kommen. Und der kommt - und was für einer.

Nicks verzweifelter Kampf, seine Frau zu finden, wird immer mehr zum Kampf, nicht als der Mörder seiner Frau dazustehen. Irgendwann fangen alle an, ihn für Amys Verschwinden verantwortlich zu machen. Motiv hätte er auch. Von Geldsorgen bis hin zu Affairen wäre für jeden Geschmack etwas dabei. 

Der Film entwickelt sich sehr professionell, er ist fantastisch erzählt und sehr spannend inszeniert. Er kommt mit wenig bis keiner Action aus und erzählt einfach eine sehr geniale Geschichte. Genial, weil der Twist, die große Wendung, das Unerwartete alles erfüllt, was man von einem solchen Handlungssprung erhofft. Und der kommt bereits zur Hälfte des Films. Ab dann geht es erst richtig los. Daher eine saubere 9/10. Ansehen! 



Wenn ihr wirklich eine Büchse öffnen wollt, die man nicht unbedingt öffnen sollte, dann gibt es noch den Spoiler-Blog zu dem Film. Ich rate eigentlich davon ab. Aber hier gibt es die ungeschminkte Wahrheit. Zu finden, dort:



 Link zum SpoilerBlog

Und hier geht es noch zum Trailer:



Spoiler! Gone Girl - Das perfekte Opfer

Der perfekte Mord war gestern ...

Dies ist einer der Filme, bei denen ich ganz speziell noch einmal warnen möchte. Dieser Spoiler könnte euch den Film sauber vermiesen. Nein. Er wird es. Also. Klickt auf das Bild und ihr landet bei der BluRay. Kauft sie euch, schaut den Film. Oder lest weiter. Und verbockt es auch euren Freunden beim nächsten Film-Plausch. Nach dem Foto geht es los ...

 Link zur BluRay

Amy und Nick waren das perfekte Paar. Doch wie das so ist, irgendwann ist alles mehr Schein als Sein. Die beiden leben nur noch vor sich her. Er hat eine Affaire mit einer Studentin (er unterrichtet "kreatives Schreiben"), sie sitzt dumm zu Hause rum. Bis sie am fünften Hochzeitstag verschwindet. Die Polizei findet Blut, vieles wurde nachweislich aufgeräumt und Nick hat kein Alibi. Immer mehr sieht es danach aus, als ob er sie umgebracht hätte.


Bis zur Hälfte des Film. Das zeigt sich langsam, dass Amy alles inszeniert hat. Sehr clever. Mit einem gefakten Tagebuch, dass ihren Mann immer mehr zur tickenden Zeitbombe macht. Bis zum letzten Eintrag, indem sie um ihr Leben und um das ihres ungeborenen Babys fürchtet. Natürlich war sie nicht schwanger. Sie hat den Urin einer schwangeren Freundin beim Arzt abgegeben um laut Akte ein Kind erwarten zu können. Sie macht gigantische Kreditkartenschulden und erhöht ihre eigene Lebensversicherung  - ein tolles Motiv. 

Doch dann beginnt die Story erst. Amy hat jede Menge Kohle und macht sich für den Selbstmord bereit. Man würde ihre Leiche finden und er würde in der Todeszelle landen. Ja, sie ist eine Psychopatin. Nachdem sie ausgeraubt wurde, wendet sie sich an einen alten Freund - ebenfalls ein Psycho. Zumindest offenbar. Aber er ist stinkreich. Und er steht auf sie. Ihm tischt sie eine neue Story auf, warum sie das alles tun musste und schwups, ist sie bei ihm Zuhause. Das ist so voller Kameras, dass sie auch diese so nutzt, dass ihr Ex als kranker Vergewaltiger rüberkommt.

Zeitgleich sorgt Nick in einem Fernseh-Interview - gecoacht durch seinen Anwalt, der so gut ist, dass er schon 100.000 als Vorschuss verlangen kann - dass die Leute plötzlich doch zu ihm halten - ein Mann, der einfach nur nicht so perfekt als Ehepartner war, wie es sein sollte. Das ist noch kein Grund zu töten. 

Stattdessen töten Amy ihren Ex aus "Notwehr" und kommt dann als Opfer nach Hause, zurück zu Nick. Er spielt das Spiel mit, will sich aber von ihr weiterhin trennen. Was angesichts ihrer harten Geschichte wohl sein gesellschaftlicher Tod wäre. Sie will nämlich mit ihm zusammen bleiben, weil er so gut im TV-Interview um sie gebettelt hat, dass sie sich wieder in ihn verliebt hatte.

Damit hat er ihn an den Eiern. Es gibt kein Entkommen. Er ist ihr Gefangener. Bis zum Ende des Filmes. Nur zwei kleine Hinweise in der letzten Minute lassen aus dem offenen Ende (er ist ihre Geisel auf Lebzeiten) einen Funken Hoffnung aufkeimen. 1. Seine Zwillingsschwester sagt ihm, dass sie schon vor ihrer Geburt an seiner Seite war und ihm immer helfen wird. 2. Er sagt als letzten Satz des Filmes zu Amy: "Was haben wir uns alles angetan. Was werden wir uns noch alles antun?" Bringt er sie noch um? 

Das werden wir nie erfahren ...


Spoiler! Terminator: Genesys

Upgrade im Jungbrunnen

Die Handlung ist im Grunde schnell erzählt: Maschinen machen Probleme, Arnie soll es richten. Fertig. Obwohl ... na ja, ich befürchte, wir müssen nun doch etwas weiter ausholen. Zuvor jedoch die verschiedenen Modelle, die ihr euch merken müsst. 
T-800 (das ist der Arnie), T-1000 (das ist der aus flüssigem Metall), T-3000 (ein auf menschlichen Zellen basierender Bio-Roboter) und T-5000 (der Oberboss "Skynet").


Würde ich jetzt richtig spoilern, wäre der Text so lange, dass deine Mittagspause im Arsch wäre. Es beginnt im Jahre 2029. Der menschliche Widerstand schafft es, das Herz von Skynet - dem Computersystem, dass die Herrschaft übernommen hat - anzugreifen. Anführer John Connor weiß, dass zuvor noch ein T-800 ins Jahr 1984 geschickt wurde, um seine Mutter zu töten. Damit wäre der ruhmreiche Skynet-Zerstörer nie geboren worden. Er schickt seinen besten Mann, Kyle Reese ebenfalls nach 1984 um seine Mutter zu beschützen. Kyle Reese ist dadurch auch der Vater von John Connor, wie man in Terminator 2 mitbekommt. Vor der Zeitreise sieht Kyle noch, wie John von hinten durch ein noch unbekanntes Terminator-Modell angegriffen wird. Seitdem hat er Erinnerungen oder Visionen von einer alternativen Kindheit. 

Im Jahre 1984 werden erst einmal einige Szenen aus Teil 1 nachgestellt, was einen coolen Retro-Kick mit sich bringt. Dafür musste man auch den jungen Arnold aus Teil 1 als Animation einbauen. Allerdings hat sich die Vergangenheit bereits verändert. Sarah Connor wurde bereits im Alter von neun Jahren von einem T-800 beschützt. Da dieser aufgrund seines Bio-Gewebes auch altert, sehen wir einen netten Kampf zwischen dem jungen und dem aktuellen Schwarzenegger. Auch Kyle ist weniger Beschützer als viel mehr Hilfsbedürftiger. Direkt nach seiner Ankunft wird er von einem T-1000 angegriffen und Sarah Connor kommt um ihn zu retten. Sie ist bereits die Kämpferin, zu der sie sich eigentlich erst entwickelt hätte.

Gemeinsam erledigen sie den T-1000, Sarah und Kyle reisen ins Jahr 2017 - basierend auf den Visionen, die Kyle hatte. Dann nämlich soll das Betriebssystem "Genesys" online gehen, dass die ganze Skynet-Macht erst möglich machen wird. Dies muss also verhindert werden. Und darum geht es dann auch. 

Nach dem Zeitsprung werden die beiden festgenommen. Im Krankenhaus, in dem sie erst einmal untersucht werden, taucht dann auch John Connor auf. Er ist ihnen nachgereist. Der T-800, also Arnie, erkennt jedoch die Gefahr und deckt nach ein paar beherzten Schüssen auf John auf: dieser ist inzwischen selbst ein Terminator. Ein T-3000. Durch den Angriff 2029 von hinten wurde er zu einem menschlichen Roboter gemacht. Angegriffen hat ihn der T-5000 - das personifizierte Modell der Skynet-Software. Nun soll John dafür sorgen, dass Genesys online geht.

Kleines Problem von John Connor: Magnetfelder können ihn so richtig fertig machen. Dann kommen erst einmal jede Menge Baller- und Actionszenen, die zwar nichts an der Handlung voran bringen, aber nett anzusehen sind. Das große Finale findet dann im Skynet-Gebäude selbst statt. John Connor hat schon seit Jahren dort mitgearbeitet und die Entwicklung in seine Richtung gebracht. Somit steht da auch eine Zeitmaschine parat und die ersten T-1000-Modelle werden um die Maschine herum in einem Becken mit flüssigem Metall testgeformt. Ohne Chip sind sie wertlos, beruhigt Arnie in einem Nebensatz. Ab da kann man ahnen, was noch passieren wird.

Mit einer Art Magnethandschuh (gebaut aus Teilen alter Lautsprecher) kann Arnie den modifizierten T-3000 - also John Connor - in der Zeitmaschine festhalten, während die aktiviert wird. Beide würden dadurch zerstört werden. In der Zwischenzeit platzieren Kyle und Sarah die nötigen Bomben, die alle Server von Genesys platt machen und bringen sich in Sicherheit.

Bevor die Bomben detonieren und der T-3000 zerstört wird, schmeißt er im Schwebekampf Arnie noch aus der Zeitmaschine. Der Schrottklumpen, den der T-800 da noch darstellt, landet in dem Becken aus flüssigem Metall. Nach der Explosion holt Arnie als T-1000 Sarah und Kyle aus ihrem Bunker. Sein Chip hat das flüssige Metall für ihn brauchbar gemacht. Wie er selbst sagt: Er hatte ein Upgrade. Hurra, alle haben es geschafft.

Ansehen? Nur auf DVD oder Free-TV.


Wer lieber spoilerfreie Filmbesprechungen lesen möchte, der könnte sich an folgenden Blog halten. Da wird nicht zuviel verraten:

 Flimmerabend - Kino-Blog

Terminator: Genesys

Terminator: Age of Ultron

Filminfo: USA / 126 Minuten / 2015 / FSK 12 // Regie: Alan Taylor (Game of Thrones, Thor - The Dark Kingdom) // Besetzung u.a.: Arnold Schwarzenegger (T-800, Twins - Zwillinge, Escape Plan) // Emilia Clarke (Sarah Connor, Game of Thrones) // Jason Clarke (John Connor, T-3000, White House Down, Der große Gatsby)


Sarah Connor ... selten war sie so heiß, wie im fünften Teil der Zeitreise-Kabum-Saga. Also, nein, ich meine nicht diese Sängerin. Sondern die Frau, die bisher fleißig von Linda Hamilton gespielt wurde. Das hat sich nun geändert. Game of Thrones-Drachenmutter "Khaleesi" kämpft nun ums Überleben. Hach, Khaleesi *träum

Link zu: The Terminator - Uncut

Okay, kommen wir zum Handlung: Wir schreiben das Jahr 2029. Mensch gegen Maschinen. Die Computer (bzw. ihr Gehirn "Skynet") realisieren: Uups, die Menschen sind gerade am Gewinnen. Also schicken sie einen T-800 in die Vergangenheit, um die Mutter des Rebellion-Anführers John Connor zu töten. Doch auch den Menschen gelingt es, einen Menschen in die Vergangenheit zu schicken. Kyle Reese - der engste Vertraute von John Connor. Kurz vor dem Zeitsprung sieht Kyle jedoch, wie John Connor von einem bis dahin unbekannten Modell (T-5000) angegriffen wird. 

Ab dann befinden wir uns im ersten Teil - quasi. Nur ist die Vergangenheit bereits weiter hinten geändert worden. Also wartet im Jahr 1984 keine unsichere, hilfsbedürftige Sarah Connor auf ihn sondern eine kampfausgebildete Soldatin. Und der zurückgereiste T-800 (ein beeindruckend gut animierter junger Arnie aus Teil 1) wird von einem inzwischen gealterten T-800 erwartet, als er sich gerade die Klamotten von Punks klauen will (siehe: Teil 1). Nun tummeln sich verschiedene Modelle und unbekannte Handlungsstränge im Jahre 1984. Darum reisen Kyle und Sarah ins Jahr 2017 - zwei Tage, bevor das Betriebssystem "Genesys" online geht und damit der Krieg der Maschinen seinen Ursprung hat. "Genesys" vernetzt alle miteinander und die Menschen lassen sich von der PR begeistern und bestellen wie wild vor. Somit ist alles für Skynet ab sofort ein offenes Buch. Im Endeffekt ist "Genesys" das Kind, dass aus einer Hochzeit zwischen Apple und Facebook entstehen würde.

Und dann taucht auch John Connor auf. Er wurde zwar von einem Terminator angegriffen, doch er wurde nicht getötet und ist seinem Freund Kyle Reese nachgereist. Allerdings ist John Connor inzwischen kein Mensch mehr. Er ist ein biologischer Terminator geworden. Und damit beginnt die große CGI-Schlacht um das Überleben der Menschheit. Immer, wenn John sein Erscheinungsbild verändert, bzw. erneut herstellt, hat er eine große Ähnlichkeit mit "Ultron" aus dem zweiten Avengers-Film. Hurra, endlich erklärt sich die Überschrift.

Terminator 5 hat enorme Logiklöcher. Warum lässt der ach so kluge T-5000 Kyle noch erleben, wie John Connor angegriffen wird? Ein Computer würde das strategisch sofort ausklammern. Oder warum wird ausgerechnet der T-800 in der Zeit zurück gereist. Offenbar kann man aus Menschen doch Bio-bots bauen. Warum also das Risiko zu scheitern? Na ja, Zeitreisefilme sind immer komisch. Ach ja, und wir lernen, dass auch ein T-800 Arthritis bekommen kann. Was null Auswirkungen auf den Film hat.

Ja, es werden Traditionen gebrochen. Ja, der Film nimmt sich nicht ernster als er ist. Nein, genial ist anders, aber unterhaltsam bleibt er allemal. Und er hätte nicht auf Gags zurückgreifen sollen, die schon im zweiten Teil merkwürdig waren. Und der zweite ist ja wohl sowas von der heilige Gral der T-Filmserie. Alles in allem aber gut genug für die 7/10.



Wie habt ihr den Film erlebt? Seid ihr der gleichen Meinung? War es für euch eine saubere 10 oder doch nur eine 1? Die Meinungen gehen auseinander, also lasst mal ne Info da. Wer den Trailer nochmal sehen will:



Und für alle, die mehr wissen wollen. Die alles wissen wollen. Hier geht's zum Spoiler:

 Spoiler-Blog: Terminator: Genesys & more


Die Minions

Sae, Dul, Hana ... Pwede na?


Bei lustigen Filmen gibt es oftmals eine Befürchtung: die besten Szenen sieht man schon im Trailer. Nun, in den ersten paar Minuten des Filmes sieht man quasi die extended Fassung des Trailers. Aber keine Panik. Auch der Rest des gelben Meisterwerks kann sich sehen lassen.

Klick zur unverbesserlichen BluRay-Box


Allein das 20-sekündige Fußballspiel im ewigen Eis stellt schon fast den Werner-Beinhart-Klassiker in den Schatten. Na ja ... zumindest fast. Und wenn sich ein Film für den Soundtrack an "The Doors" bedient, hat er eh schon fast gewonnen. Die Mukke ist generell nice. Und wenn dazu noch ein Zeitreisender ausgerechnet "Flux" heißt - ja, ich bin ein Fan der ZidZ-Trilogie, was solls - dann empfinde ich schon aus Prinzip pure Liebe. Okay, genug Zeilen verschwendet. Worum es geht, dürfte bekannt sein. Sieht man ja im Trailer.

Die Minions haben genau ein Ziel - und das schon seit Einzeller-Zeiten. Sie folgen immer dem bösesten aller Schurken. Und unsere drei Protagonisten Kevin, Bob und Stuart - zehnmal so böse bei halber Größe - sind auf der Suche nach einem Arbeitgeber. Nachdem alle anderen irgendwie vorzeitig das Zeitliche gesegnet haben. Und zum Glück findet in Orlando eine ultrageheime Schurken-Convention statt. Im Endeffekt wie die Videodays der Youtuber. Eine Vielzahl gewissenloser und machtgeiler Selbstdarsteller. Apropos, schaut mal auch auf meinem Kanal vorbei. Auf jeden Fall finden sie dort ihren neuen vorläufigen Boss. Eine Frau. Scarlett Overkill. Ja, das kann nur böse enden.

Die größte Angst, die ich hatte: ein ganzer Film dieser gelben Gestalten? Wird das langweilig? Nö. Eigentlich nur an den Stellen, an denen die Minions nicht der Mittelpunkt der Szene sind. Ihr kindgerechte Begeisterungsfähigkeit, ihre multilinguale Pseudosprache und ihre ohnehin bekannten Charakterzüge haben mich auch in Spielfilmlänge (91 Minuten) gut unterhalten. Vermutlich, weil man sich tatsächlich nur auf drei Figuren konzentrieren muss und die Herde nur immer wieder mal eingeblendet wird. Dann aber mit echt netten Anspielungen.

So können die drei tatsächlich so etwas wie eine Charakterentwicklung darbieten - zugegeben, sehr eingeschränkt, da die Wesen ja ohnehin a) bereits bekannt sind und b) ein einfaches Gemüt haben. Aber dennoch: gut umgesetzt. Klasse Film. Auf Familienunterhaltung getrimmt, klar, aber das war uns allen von vornherein klar. You get what you expect.

Ein saubere 7/10 für diesen Film, der eine angenehme Überbrückung ist für die Rückkehr der gelben Helden im Jahre 2017 . Dann erwarten wir nämlich den dritten Teil von "Ich - einfach unverbesserlich".








Alle weiteren Infos und Kontakte: www.marcolatur.de

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