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10 Dinge, auf die DJs total abfahren




Das nächste Wochenende kommt bestimmt. Und damit auch die DJs. Jene Menschen, die dafür verantwortlich sind, dass du - und zwar in erster Linie nur du - Spaß daran hast, wegzugehen. Die ganze Woche musstest du täglich vier Stunden im Hörsaal verbringen oder dich der Tyrannei deines Chefs aussetzen, weil der Vollidiot doch tatsächlich von dir Arbeitsleistung erwartet. 

Doch nun ist das alles egal. Nun bist du im Club. Nein. Du bist der Club. Du weißt, was die Masse will. Und da ist es nur angebracht, Kontakt zum DJ aufzubauen. Und wie das am besten klappt, das erkläre ich dir an zehn konkreten und leicht nachvollziehbaren Beispielen.


10. Mit dem DJ unterhalten

Es soll ja DJs geben, die ihre Arbeit ernst nehmen. Hihi. "Arbeit". Quatsch. Natürlich wissen wir, dass sie manuelle mp3-Player sind, die mehr als genug Zeit haben, sich einfach mal für ein paar Stunden zu dir zu stellen, und sich mit dir über die Entwicklung des Nachtlebens, über die Ex-Beziehungen oder das Bruttoinlandsprodukt von Papua Neuguinea zwischen 1977 und 1983 zu unterhalten. Die paar Knöpfe zwischendurch kann auch der LJ mal kurz drücken. 

Also, lass dich nicht abwimmeln. Umarme ihn auch mal. Einfach so. Wenn er dich doch versucht los zu werden, dann - ja - dann ist es wohl einfach nur ein arroganter Penner. Anders ist das nicht zu erklären.

09. Handy aufladen

Auf acht Steckdosen im DJ-Pult hängen im Club gefühlt 74 Geräte. Da wäre es doch lächerlich, wenn der DJ nicht auch noch ein paar Handys anstopseln könnte. Also gib ihm diese Chance. Er wird sich geehrt fühlen, dass du ihm das Vertrauen schenkst, auf seine Verantwortung dein Handy zu babysitten. Am besten noch mit seinem Kabel. Schließlich muss ja gewährleistet sein, dass du - wenn du schon auf einer Party bist - deine dämliche Visage bitte bitte auch ausreichend lange in ein beleuchtetes Display hältst. Schließlich ist der letzte Instagram-Post irgendeines überbewerteten K-Promis ein Garant für gute Stimmung.

08. "Ich bin auch DJ": Kollegen-Tipps

Wenn ein DJ, der seit Jahren im Geschäft ist, eines richtig abfeiert, dann wenn Kollegen ihm helfen, ungefragt die Party auf ein völlig neues Level heben zu wollen. Am besten klärst du gleich mal die Fronten und teilst ihm mit, dass du auch DJ bist und echt Ahnung von der Craft hast. Warum du seit Jahren Stammgast im Club bist und offensichtlich nahezu jedes Wochenende ohne Booking da stehst, dass hat den nicht zu interessieren. Vermutlich legst du während der Woche auf Ibiza und in Skihütten auf. Du bist der King - und du weißt, wie man die Leute zum ausflippen bringt. Das hast du oft genug im Vereinsheim während deiner A-Jugend-Zeit unter Beweis gestellt.

07. Hip-Hop-Songs bei Elektro-Mottos

Und natürlich auch anders rum. Grundsätzlich gilt immer: Wünsch dir was. Schließlich passen in solch einen Club - je nach Größe - irgendwas zwischen 400 und 2.000 Leute im Schnitt. Wie dumm wäre es da, wenn nicht jeder seinen ganz persönlichen Musikwunsch bekommen könnte? Egal, welches Motto gerade angesagt ist - warum sollte man sich daran halten? Und wenn du gerade beim Rauchen oder am Klo warst, während Dein Song läuft - ey, ganz ehrlich - dann muss der Song halt 20 Minuten später nochmal laufen. Schließlich hast du ja 5 Euro Eintritt bezahlt ...

06. Den DJ um Drinks anhauen.

Es ist ein Naturgesetz, dass DJ nicht nur Getränke frei haben, nein, oft haben sie einen eigenen Kühlschrank - ach, was rede ich - ein eigenes Kühlhaus und eine Zapfanlage im DJ-Pult. Und schließlich will der Discjockey (woah, Mindfuck!!! Dafür steht "DJ" nämlich) nichts lieber als dir gefallen. Und seine Chancen steigen ins unermessliche, wenn er dir dann auch Drinks schenkt. Du bist der coolste Homie den er sich wünschen kann oder die einzig geile Olle, die er jemals in einem Club getroffen hat. Das muss ihm schon was wert sein.

05. Spielt du mal wieder (Elektro, Pop, Black) heute?

Okay, jetzt mal Butter bei die Fische. Sollte es echt irgendjemanden geben, der es bisher nicht kapiert hat, alles, was bisher gesagt wurde ist Bullshit. Aber es ist jeden verdammten Öffnungstag Realität. Genauso wie jene Gäste, die beim kleinsten Musikwechsel sofort auf der Matte stehen und ihre bevorzugte Musikrichtung fordern. du kannst (nur als Beispiel) seit 3 Stunden Black spielen. Kaum wechselst du das Genre, kannst du drauf wetten, dass die ersten Spotify-Gestörten am Pult hängen und fragen: "Spielst du heute wieder Black? Wie lange dauert das? Wie lange spielst du dann?" Ey, dann geh auf eine Party, wo dieses Motto ansteht. Wenn in diesem Club heute dieses Event eben nicht angesagt ist, tja, dann bist du auf der falschen Fete. Nicht der DJ. Und auch nicht der LJ. Die beiden sind sehr leicht auseinander zu halten: der mit Kopfhörern ist meist der, der für die akustischen Impulse verantwortlich ist. Der, der das Licht steuert, braucht in der Regel nämlich keine "Beats by Dr. Dre" am Schädel.

04. "Wann spielst du endlich meinen Musikwunsch?"

Wenn es soweit ist, wirst du es hören. Wenn ein DJ sagt, er spielt deinen Song, dann wird er es sich auch vornehmen. Wenn die Leute gerade aber stimmungsmäßig in eine andere Richtung gelenkt sind, dann wird er sie für dich nicht da raus holen. Sonst ist er nämlich für alle anderen der "Trottel, der jetzt so einen Mist" auflegt. dabei ist es auch nicht seine Schuld, wenn du nur noch eine halbe Stunde da sein willst. Bleib länger. Und generell gilt: Ein DJ ist keine Musikbox. Vertraut ihm einfach, dass er seinen Job richtig macht. Wenn das nicht der Fall ist, dann kommt, wenn er nicht auflegt. Ach ja, und liebe DJs: wenn ihr sagt, ihr spielt einen Song, dann tut es auch und verarscht die Club-Besucher nicht. Denn genau das macht ihr mit denen dann.

03. Kannst du mal meine Jacke nehmen?

Wenn du diesem Typen noch nicht über sexuelle Durststrecken hinweg geholfen hast oder beim Umzug auf der Matte gestanden bist, dann schätze ich die Wahrscheinlichkeit, dass du so toll bist, dass er dir den Euro Garderoben-Geld sparen hilft, als gegen Null tendierend ein. Also lass die peinliche Frage, wenn ihr nichts anderes abgesprochen habt. Wenn er es dir anbietet, dann cool. Ansonsten: blöde Idee.

02. Wortlos das Handy mit Spotify-Track hinhalten

Nachdem viele schon inzwischen zu beschränkt sind, ein "Hallo" und ein "Bitte" hervorzubringen, wenn sie von jemandem gerne etwas hätten, hat das Level der geistigen Sprachbehinderung nun inzwischen völlig neue Formen angenommen: man hält dem DJ einfach nur den Song auf - dem Handy angezeigt - vor die Nase, ohne etwas zu sagen. Das ist in etwa so, wie wenn du dem Kellner im Restaurant ein #instafood-Posting. Kleiner Tipp an die DJs. bereitet doch schon mal - für solche Gäste - auf eurem iPhone zwei Bilder von heißen Bademode-Models vor. Je nach Geschlecht könnt ihr dann auf dem gleichen Niveau kontern. 
Dieser Typ wurde nicht präsentiert von: Victoria's Secret. Aber geil wärs.

01. Equipment anfassen

Das, liebe Freunde, ist ein absolutes Privileg von Lehrmeistern und besten Freunden. Viele Knöpfe zum Drücken und Drehen. Klar, dieses gigantischen PS4-Controller möchte jeder gerne bedienen. Aber jetzt rate mal, wer das genau nicht darf. Kleiner Tipp: sein/ihr Gesicht siehst du jeden Morgen im Badezimmerspiegel. Solltest du also nicht vorhaben, am kommenden Wochenende darüber zu berichten, wie du mit gebrochenen Fingern deine Zähne aufgesammelt hast, dann denk nicht einmal daran. Ernsthaft. Lass es.



So, habe ich mich wieder genug ausgekotzt. Natürlich wissen wir, dass es oft nicht leicht ist, wenn man doch unbedingt seinen Song über die Club-Anlage hören will. Aber oft macht eben der Ton die Musik. Und klar, ist es für viele oft eine Überwindung und dann ist es blöd, abgewimmelt zu werden. Aber dann müsst ihr auch einfach mal lernen, ein "nein" zu akzeptieren. Mit eurem Eintrittsgeld habt ihr euch das recht erkauft, an diesem Event teilnehmen zu können. Ihr habt aber dadurch keine Sonderrechte erhalten. Streicht diesen Gedanken ganz schnell. Genießt die Party, habt Spaß mit den Leuten und wenn euch die Musik gerade nicht so passt, dann geht aufs Klo, eine rauchen oder haltet Small Talk. Aber solange ihr das Personal nicht engagiert habt oder die Miete für die Räumlichkeiten bezahlt, so lange müsst ihr darauf vertrauen, dass alle vom Personal ihr Aufgaben bereits kennen.






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